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	<title>Emanzipation &#8211; Kommunistische Jugend Österreichs (KJÖ)</title>
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	<title>Emanzipation &#8211; Kommunistische Jugend Österreichs (KJÖ)</title>
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		<title>Solidarität mit der indischen Protestbewegung gegen Frauenmisshandlungen</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2013/02/solidaritat-mit-der-indischen-protestbewegung-gegen-frauenmisshandlungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RedakteurIn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Jan 2013 23:37:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Emanzipation]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Moment in Deinem Leben, der alles verändert. Wie sehr ein ungeplantes Ereignis das eigene Leben und das anderer verändern kann, sehen wir an den Geschehnissen der letzten Zeit in Indien. Mitte Dezember war die 23-jährige Medizinstudentin auf dem Weg&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2013/02/solidaritat-mit-der-indischen-protestbewegung-gegen-frauenmisshandlungen/">Weiterlesen<span> Solidarität mit der indischen Protestbewegung gegen Frauenmisshandlungen</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="https://kommunistischejugend.at//wp-content/uploads/2013/02/demo_indien.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-136" alt="demo_indien" src="https://kommunistischejugend.at//wp-content/uploads/2013/02/demo_indien-300x225.jpg" width="300" height="225" /></a>Der Moment in Deinem Leben, der alles verändert</strong>. Wie sehr ein ungeplantes Ereignis das eigene Leben und das anderer verändern kann, sehen wir an den Geschehnissen der letzten Zeit in Indien.</p>
<p style="text-align: justify;">Mitte Dezember war die 23-jährige Medizinstudentin auf dem Weg nach Hause und stieg mit ihrem Freund in einen kleinen, angeblich „privaten“ Bus. Innerhalb kürzester Zeit wurde sie von den sechs anwesenden Männern brutal mit einer Eisenstange geschlagen  und vergewaltigt; ihr Freund wurde ebenfalls außer Gefecht gesetzt. Anschließend wurden beide aus dem fahrenden Bus geworfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Lebensgefährlich verletzt und nackt am Straßenrand zurückgelassen, wurde sie von den Passanten zuerst liegen gelassen. Gelandet in einer Klinik in Singapur, kämpfte sie zahlreiche Tage um ihr junges Leben. In der Zwischenzeit machten sich vielerorts in Indien bereits Proteste breit.</p>
<p style="text-align: justify;">Als das Opfer der Vergewaltigung am 28. Dezember ihren schweren Verletzungen unterlag, eskalierte die Situation in Indien. Das Protestzentrum war der Jantar Mantar, ein bedeutender Platz in Neu Delhi.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Menschen beteiligten sich massenhaft an den Protesten gegen die Täter – und gegen das indische Patriachat. Die hohe Zahl männlicher Protestierender ist erstaunlich und sehr erfreulich. Selbst nach der Anklage gegen die fünf Tatverdächtigen (der sechste ist minderjährig) hielten die Demonstrationen an. Teilnehmer aller Kasten, Berufsklassen und Altersgruppen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sie kämpfen gegen ein patriarchales Gesellschaftssystem, in dem Frauen noch immer als gefühllose Gegenstände gesehen werden, und für eine harte Bestrafung der Vergewaltiger.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Vergewaltigungen sind in Indien keine Seltenheit. Alleine in Neu Delhi sind jährlich etwa 150 gemeldet – die tatsächliche Zahl dürfte zumindest das Dreifache betragen. Selbst bei den Registrierten kommt es nur bei jedem zehnten Fall zu einer Verurteilung, größtenteils wegen der Trägheit von Behörden und Gerichtsapparat.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein weiteres Ereignis (8.1.2013) empört: Der in Indien populäre 71-jährige Guru Asharam „Bapu“ veröffentlichte ein <a href="https://web.de/magazine/nachrichten/panorama/16977714-vergewaltiger-schuld.html">Video</a>, in dem er verlauten ließ, das Opfer trüge Mitschuld an ihrer Vergewaltigung. Sie hätte in Gottes Namen ihre „Brüder“ (ihre Peiniger) um Gnade anflehen müssen. Daraufhin entfachten die Proteste wieder. Wie Demonstranten richtig auf ihre Schilder schreiben: We don’t call rapists our brothers!</p>
<p style="text-align: justify;">Erst die massenhaften Proteste haben die an der Tagesordnung stehende Gewalt an Frauen in Indien zum Thema bei den heimischen Medien gemacht. Für gewöhnlich bemüht man sich darum, Missstände in prowestlichen, marktwirtschaftlich orientierten Ländern zu verschweigen. Zuviel Kritik würde da offensichtlich nichts in Bild des „Allheilmittels“ Kapitalismus passen.</p>
<p style="text-align: justify;">USA, EU und WTO übten in der Vergangenheit zwar viel Druck auf Indien aus, den Markt für genmanipuliertes Saatgut zu öffnen und den westlichen Großkonzernen optimale Bedingungen zu schaffen – wie die Lebensrealitäten der hunderten Millionen Frauen aussehen, interessiert die selbsternannte Menschenrechtspolizei aber offensichtlich nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch in Österreich ist das Thema Vergewaltigung vor einiger Zeit durch einen sogenannten „spektakulären“ Fall in einer Wiener U-Bahn durch die Zeitungen gegangen. Das kann schnell von den strukturellen Problemen ablenken: Untersuchungen zufolge wird nur in jedem zehnten Fall Anzeige erstattet – aus Angst, dass einem nicht geglaubt wird, frau selbst zur Schuldigen gemacht wird oder weil der Täter (Ex-)Partner ist. Hinzu kommt, dass nicht einmal jede fünfte Anzeige auch zu einer Verurteilung führt. Die Geschichte mit dem auflauernden Vergewaltiger wird von den Medien zwar sensationsgeil als spektakuläre Schlagzeile verkauft, dass der traurige Regelfall von sexueller Gewalt allerdings in den eigenen vier Wänden passiert, wird nicht thematisiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Mehr öffentliche Überwachung und U-Bahn-Polizisten nützen rein gar nichts, wenn sich die Gewalt an Frauen – und das tut sie zum Großteil – im eigenen Umfeld abspielt. Auch drakonische Strafen werden nichts ändern, wenn die Opfer Angst haben, auszusagen.</p>
<p style="text-align: justify;">Was es braucht, ist das Aufzeigen der Tatsache, dass sexuelle Gewalt in der Gesellschaft viel zu oft vorkommt; nicht nur, wenn mal wieder darüber berichtet wird. Und dass es in Indien wie in Österreich noch immer Leute (meist rechte und/oder religiöse Spinner) gibt, die Opfer zu Mittätern abstempeln wollen.</p>
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		<title>Doppelt belastet</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2012/11/doppelt-belastet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RedakteurIn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Nov 2012 16:35:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitskampf]]></category>
		<category><![CDATA[Emanzipation]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Kinder erziehen, Abwaschen, Wäsche aufhängen, Kochen, Bügeln, Putzen. Kurz Hausarbeit. JedeR, der/die selbst einen Haushalt führt, weiß wie viel Zeit diese Arbeit in Anspruch nimmt. Trotzdem ist es im Kapitalismus noch immer eine Selbstverständlichkeit, sich neben der Lohnarbeit auch um&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2012/11/doppelt-belastet/">Weiterlesen<span> Doppelt belastet</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="https://kommunistischejugend.at/neu/wp-content/uploads/2012/11/womens-struggle.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-136" title="womens struggle" src="https://kommunistischejugend.at/neu/wp-content/uploads/2012/11/womens-struggle.jpg" alt="" width="333" height="304" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Kinder erziehen, Abwaschen, Wäsche aufhängen, Kochen, Bügeln, Putzen. Kurz Hausarbeit. JedeR, der/die selbst einen Haushalt führt, weiß wie viel Zeit diese Arbeit in Anspruch nimmt. Trotzdem ist es im Kapitalismus noch immer eine Selbstverständlichkeit, sich neben der Lohnarbeit auch um den Haushalt zu kümmern. Diese Arbeit wird nach wie vor (fast nur) von Frauen verrichtet.</em></p>
<p style="text-align: justify;">
<h4><strong>Was ist Reproduktionsarbeit?</strong></h4>
</p>
<p style="text-align: justify;">Der Fachausdruck für Hausarbeit ist Reproduktionsarbeit. Das ist die Arbeit, die nötig ist, um die Arbeitskraft der ArbeiterInnen zu erhalten, also zu reproduzieren. Reproduktionsarbeit ist eine Grundbedingung für den ökonomischen Fortbestand des Kapitalismus. Die beiden ökonomischen Klassen Kapitalisten und ArbeiterInnenschaft stehen sich insofern gegenüber, als dass die ArbeiterInnen gezwungen sind, ihre Arbeitskraft an die Kapitalisten zu verkaufen. Die Kapitalisten schlagen daraus Profit. Dieser beruht auf dem Mehrwert. Der Mehrwert entsteht bereits im Produktionsprozess und wird in seiner realisierten Form zu Profit. Doch nur eine einzige Ware kann den Mehrwert erzeugen und das ist die lebendige Ware der Arbeitskraft. Nur aus ihr kann man mehr herausholen, als man in sie investiert. Die ArbeiterInnen arbeiten nicht für sich selbst, sondern für die Kapitalisten, die ihnen nur einen kleinen Teil des erarbeiteten Ertrages abgeben.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist eben jener Teil, den die ArbeiterInnen brauchen, um ihre Arbeitskraft zu erhalten. Sie müssen schlafen, essen, soziale Kontakte knüpfen, Kinder zeugen (damit es weiterhin Arbeitskräfte gibt) und diese erziehen. Es müssen also viele Grundbedürfnisse erfüllt werden, damit das menschliche Leben, die lebendige Arbeitskraft, als grundlegende Ware für die Kapitalisten verfügbar bleibt.</p>
<p style="text-align: justify;">
<h4><strong>Gesellschaftlicher Wandel durch Fabriken</strong></h4>
</p>
<p style="text-align: justify;">Vor der Entwicklung des Kapitalismus war die Reproduktionsarbeit noch umfassender als heute. Bevor es Manufakturen und Fabriken gab, musste man viele Sachen selbst herstellen oder am Markt von anderen kaufen, die sie auch selbst erzeugten. Waren hatten damals eine andere Bedeutung, weil das Geld/Gold, wenn auch über Umwege, durch Händler an den gelangte, der sie produzierte und dem gleichzeitig auch die Produktionsmittel gehörten. Die selbstgefertigten Waren verloren mit der Entstehung der Fabriken an Wert, da so die Herstellung gleichwertiger Produkte von höherer Qualität möglich wurde. Doch Arbeiten wie Kinder erziehen, kochen, putzen et cetera wurden nicht etwa gleichermaßen wie die Produktion der Waren vom Privatbereich in den Dienstleistungsbereich verlagert. Die Gesellschaft betrachtete diese Tätigkeiten nach wie vor als Frauensache ins Private gehörend. So kommt es, dass diese nach wie vor im privaten Bereich verrichtet werden.</p>
<p style="text-align: justify;">
<h4><strong>Wegen Kinderwunsch benachteiligt</strong></h4>
</p>
<p style="text-align: justify;">Der Begriff &#8222;Emanzipation&#8220; im Kapitalismus bedeutet, dass Frauen gleichberechtigt sind, sobald sie für Lohn arbeiten. Die Möglichkeit, werktätig zu sein, ist natürlich ein Schritt zur Emanzipation, aber in Kombination mit der Reproduktionsarbeit, entsteht eine extreme Doppelbelastung. Staatliche Hilfsmittel wie Familienbeihilfe, bezahlte Karenz und Ähnliches sind Notwendigkeiten, die immer knapper bemessen werden. Die Absicht dahinter ist nicht, grundlegend etwas an der Situation zu ändern.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist Gang und Gebe, Frauen mit möglichem Kinderwunsch in einem Betrieb nicht einzustellen, weil dies mit vermehrter Reproduktionsarbeit verbunden ist. Dies ist dem Arbeitgeber ein Dorn im Auge, da die Frau ihre Arbeitskraft für den Betrieb dann nicht mehr verkaufen könnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Dazu kommen noch zusätzliche Abfertigungskosten für eine mögliche Kündigung. Präventiv werden Frauen daher häufig als Teilzeitkraft angestellt. Oft sind Frauen gar nicht in der Lage, Vollzeit zu arbeiten, da neben der Reproduktionsarbeit nicht mehr Zeit vorhanden ist. Sie arbeiten dann als klassische Dazuverdienerinnen, um die Haushaltskasse aufzubessern.</p>
<p style="text-align: justify;">
<h4><strong>Das Ideal einer perfekten Frau</strong></h4>
</p>
<p style="text-align: justify;">Eine weitere Belastung für Frauen bildet das mediale und gesellschaftliche Ideal einer Frau. Den halben Tag arbeiten, die Kinder von der Schule abholen, lächelnd nach Hause kommen, kochen, den Mann, der später von der Arbeit heim kommt, verwöhnen- und dabei immer perfekt aussehen und putzmunter sein. So stellen uns die Medien tagtäglich das Bild der Frau dar; als ob das einzige wofür sich Frauen interessieren, das beste Putzmittel ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses Frauenbild ist veraltet und muss bekämpft werden! Natürlich darf eine Frau auf ihr Äußeres wert legen, auch den Partner zu verwöhnen ist nicht sexistisch, solange sie dies auch von ihm erwarten kann. Die Quintessenz dabei ist aber, dass dies nicht auf gesellschaftlichem Druck passiert! Dennoch besteht eine Schwierigkeit darin, zu unterscheiden, was gesellschaftlich anerzogen und was eine freie Entscheidung ist. Dies gilt genauso für viele Männer, die auch nicht in die von ihnen erwartete Rolle schlüpfen wollen.</p>
<p style="text-align: justify;">Fazit: Frauen leiden unter extremer Doppelbelastung. Grund dafür ist die Reproduktionsarbeit, die fast nur von Frauen verrichtet und darüber hinaus nicht einmal als vollwertige Arbeit anerkannt wird. Noch immer sind viele Menschen der Meinung, dass das &#8222;bisschen&#8220; Hausarbeit sowieso kein großer Aufwand ist.  Es sollte natürlich berücksichtigt werden, dass es im Alltag oft auch Ausnahmen gibt; doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Frauen haben es- kurz gesagt- in vielerlei Hinsicht schwieriger, sich über Wasser zu halten. Bürgerlicher Feminismus in Form von kinderlosen Karrierefrauen an Spitzenpositionen verbessert die Situation der Frauen auch nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Wären Frauen nicht als das minderwertige Geschlecht in der Gesellschaft verankert, wäre auch ihre in den Köpfen der Menschen als minderwertig geltende Arbeit nicht so legitim, wie sie ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch das Kapital braucht die Frauen in diesen minderwertigen Positionen, um die doppelte Ausbeutung zu legitimieren. Wären die Frauen nicht in den bestehenden Familienstrukturen gefangen, müssten die Kapitalisten für die Wartung ihrer Arbeitskräfte selber aufkommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Es muss jetzt und hier an der Gedankenwelt der Menschen gearbeitet werden. Männer wie Frauen müssen lernen, dass Hausarbeit auch Männersache ist und zu gleichen Teilen von beiden Geschlechtern erledigt werden muss! Doch das alleine reicht nicht, wir brauchen ein Gesellschaftssystem, wo jede Form der Arbeit als gleichermaßen wertvoll gewertet wird.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Schluck’s nicht, spuck’s aus: Schlag zurück!</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2012/09/319/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RedakteurIn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Sep 2012 15:13:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA["vorneweg" - unsere Bundeszeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Emanzipation]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Liebe FreundInnen, liebe GenossInnen! Die Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen, das Zurückdrängen des Sexismus in all seinen Spielarten, das Durchbrechen von Geschlechterrollen, die Überwindung der Ausbeutung von Frauen und ihre (vor allem ökonomische) Unabhängigkeit sind gewissermaßen ein alter Hut in&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2012/09/319/">Weiterlesen<span> Schluck’s nicht, spuck’s aus: Schlag zurück!</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://kommunistischejugend.at//wp-content/uploads/2012/11/kampa-klein.jpg"><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-136" title="kampa-klein" src="https://kommunistischejugend.at//wp-content/uploads/2012/11/kampa-klein.jpg" alt="" width="211" height="300" /></a>Liebe FreundInnen, liebe GenossInnen!</p>
<p>Die Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen, das Zurückdrängen des Sexismus in all seinen Spielarten, das Durchbrechen von Geschlechterrollen, die Überwindung der Ausbeutung von Frauen und ihre (vor allem ökonomische) Unabhängigkeit sind gewissermaßen ein alter Hut in der linken und fortschrittlichen Bewegung. Hier reden wir über die allgegenwärtige Darstellungen von Frauen als Besitz des Mannes, als Sexobjekt, als Mensch zweiter Klasse und als absatzsteigerndes Werbemittel: “sex sells”, wie es uns tagein, tagaus entgegenschallt.</p>
<p>Mit dem Ausspruch “sex sells” befi nden wir uns schon bei einem entscheidenden Punkt. Denn wo etwas verkauft wird, gibt es erstens Menschen, die etwas kaufen und zweitens natürlich Menschen, die von dem Verkauf profitieren. Und jene Waren, die verkauft werden, müssen zuvor produziert werden: hier gibt es dann Menschen, die dafür arbeiten, dass andere von ihrer Arbeit profi tieren &#8211; und bei den Menschen, die den Reichtum erarbeiten, haben wir wieder einen bedeutenden Unterschied zwischen den Löhnen von Frauen und Männern.</p>
<p>Alle genannten Punkte sind eigentlich bekannt und PolitikerInnen predigen schon seit gefühlten Ewigkeiten davon, die Frau in der Gesellschaft gleich zu stellen und lügen von gleichen Chancen, dass sich die Balken biegen. So weit, so unerfreulich.</p>
<p>Viel wird über geschlechtergerechte Sprache, Quotenregelungen, und “mehr Chefi nnen” gesprochen &#8211; es muss hier aber noch viel grundlegendere Überlegungen geben. Denn schließlich ist die Tatsache, dass es weit weniger Frauen in den sogenannten Führungspositionen gibt, erstens nur ein Symptom der Unterdrückung der Frau und zweitens ist es der vielzitierten Billa-Kassiererin wohl herzlich egal, ob Frauen oder Männer aus ihren schlechten Arbeitsbedingungen satte Gewinne schlagen.</p>
<p>Wir sehen also: es gibt einiges zu sagen und noch viel mehr zu diskutieren. Mit Artikeln über die allgemeine Lage von Frauen und Mädchen in Österreich, über das Verhältnis zwischen Lohnarbeit und Reproduktionsarbeit, über junge Frauen in der Lehre, in der Schule und an den Hochschulen, über die Frauenbewegung damals und heute, über Frauen im Sozialismus und vielem mehr wollen wir mit dieser Broschüre dazu einen Beitrag liefern.</p>
<p>Wir wünschen viel Freude beim Lesen!</p>
<p>Die Bundesleitungen von KJÖ und KSV</p>
<p><a href="https://kommunistischejugend.at/neu/wp-content/uploads/2012/09/Schlucks-nicht-Spucks-aus-Schlag-zur%C3%BCck.pdf">Hier gibt es die vorneweg zur Kampagne &#8222;Schluck&#8217;s nicht, Spuck&#8217;s aus: Schlag zurück!&#8220; zum downloaden.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Schule: ein Ort des emanzipierten Lernens?</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2012/09/die-schule-ein-ort-des-emanzipierten-lernens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RedakteurIn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Sep 2012 22:27:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Emanzipation]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[Alle Menschen werden von der Gesellschaft beeinflusst, in der sie leben. So auch Lehrerinnen und Lehrer. Die Wertvorstellungen im Kapitalismus, in dem wir leben, bekommen wir schon in Kinderjahren in die Wiege gelegt. Dadurch trägt auch der Schulunterricht zur Aufrechterhaltung&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2012/09/die-schule-ein-ort-des-emanzipierten-lernens/">Weiterlesen<span> Die Schule: ein Ort des emanzipierten Lernens?</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Menschen werden von der Gesellschaft beeinflusst, in der sie leben. So auch Lehrerinnen und Lehrer. Die Wertvorstellungen im Kapitalismus, in dem wir leben, bekommen wir schon in Kinderjahren in die Wiege gelegt. Dadurch trägt auch der Schulunterricht zur Aufrechterhaltung der männlichen Dominanz sowie der Geschlechterstereotypen in unseren Schulen und schlussendlich in unserer Welt bei.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Was alles so schief läuft…</strong></span></p>
<p>Studien zufolge schenken Professorinnen und Professoren Jungs viel mehr Aufmerksamkeit. Ob diese nun durch Ermahnungen oder Lob erfolgt, die Klassenkollegen erhalten auf alle Fälle mehr Rückmeldungen auf ihre Leistungen, ihr Verhalten.</p>
<p>Ebenso behaftet von Vorurteilen sind die Eigenschaften, die Schülerinnen und Schüler angeblich an den Tag legen. Schülerinnen werden oft als untalentiert, aber fleißig, Schüler hingegen als begabt, aber faul, angesehen. Diese Zuschreibungen beeinflussen klarerweise Erklärungen von Misserfolg und Erfolg. Sie spielen bei der Entwicklung des Selbstbewusstseins eine große Rolle.</p>
<p>Oft heißt es, Intelligenz und Kreativität führen bei Burschen zu positiven Leistungen, Faulheit oder fehlende Motivation zu negativen. Bei den Mädels hingegen sind Fleiß und Ordnung maßgeblich für Erfolg, Inkompetenz für Misserfolg. Dennoch erreichen Schülerinnen meistens bessere Noten, sind in größerer Anzahl auf Gymnasien vertreten und erreichen höhere Abschlüsse.</p>
<p>Trotz ihrer besseren Zugangschancen zu Hochschulen und in die Arbeitswelt, finden junge Frauen kaum gut bezahlte Jobs und gehen häufi g Berufen mit keinerlei Aufstiegsmöglichkeiten nach. Die zukunftsträchtigen Domäne sind immer noch großteils von Männern besetzt, denn in der Schule werden Mädchen kaum zu solchen ermutigt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>…in Schulbüchern und Lehrplänen</strong></span></p>
<p>Im Unterricht wird die Benachteiligung der Frauen selten thematisiert. Kaum fällt das Wort „Doppelbelastung“ in Schulstunden. Auch über historisch bedeutende Frauen bekommt man dort wenig zu hören. So sagt Nehir T., eine Gymnasiastin aus Graz, im Interview mit der KJÖ: „Spontan fällt mir da aus dem Geschichteunterricht nur Maria-Theresia ein. Und die Frau, die meinte, wir sollen Kuchen essen, wenn wir kein Brot hätten, also Marie Antoinette. In Latein lernten wir noch etwas über Kleopatra und in Religion über Anne Frank.“ So werden den Schülerinnen kaum Möglichkeiten zur Identifikation oder Auseinandersetzung mit starken Frauen gegeben.</p>
<p>Mädchen werden öfters dazu aufgefordert sich „angemessen“ zu verhalten. Selbstbewusstes Auftreten wird oft als „unerzogenes Zurückreden“ abgestempelt. So werden Schülerinnen in eine gewisse Rolle gedrängt. Die 16-jährige Nehir spricht etwa von „tratschenden Mädels“ und „störenden Buben“.</p>
<p>Bei späteren Kompetenzen am Arbeitsmarkt wird von Frauen vor allem soziales Verhalten erwartet. Jungs hingegen werden stark in technischen Bereichen gefördert. Nehir sieht das schon in der Schule deutlich: „In unserer Nebenklasse, dem mathematischen Zweig, sind viel mehr Typen.“</p>
<p>Das macht sich auch bemerkbar an den verschiedenen Schultypen. An technischen Schulen, wie der HTBL, sind nur wenige Schülerinnen, an pädagogischen jedoch, wie<br />
der BAKIP, sind Burschen deutlich in der Unterzahl.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Was dagegen tun? Was dagegen tun!</strong></span></p>
<p>Um diese Klischees aufzubrechen, müssen sie im Unterricht, in der Schule Thema werden. Vor allem in Ausbildungsstätten, in denen ein großer Teil der Erziehung und Sozialisation passiert, in denen der Charakter geformt wird,muss zu einer Chancengleichheit in der Entwicklung von allen Menschen hingearbeitet werden. Das heißt konkret als Schülerin oder Schüler, dass du als SchülerInnenvertreterIn<br />
an deiner Schule aktiv werden kannst.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Kandidiere als KlassensprecherIn oder SchulsprecherIn!</strong></span></p>
<p>So kannst du die Interessen deiner MitschülerInnen effektiv vertreten und dich für einen gleichberechtigten Schulunterricht einsetzten und Klischees oder Benachteiligung am besten bekämpfen.</p>
<p>Zusätzlich gibt es noch die SchülerInnengewerkschaft der GPA, bei der du auch um Unterstützung bitten kannst. Oder du engagierst dich in der KJÖ. Hier kämpfen Mädchen, Frauen, Burschen und Männer gleichberechtigt darum, dass die Geschlechterunterschiede in keinem Bereich der Gesellschaft eine Rolle spielen.Wir sind der Ansicht, dass wir als wirklich solidarische, freie und gleichberechtigte Menschen nur in einer Welt ohne Unterdrückung und Ausbeutung leben können, in einer sozialistischen, einer kommunistischen Welt.</p>
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