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	<title>Kapitalismus &#8211; Kommunistische Jugend Österreichs (KJÖ)</title>
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	<title>Kapitalismus &#8211; Kommunistische Jugend Österreichs (KJÖ)</title>
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		<title>Wohnen ist ein Grundbedürfnis und kein Luxusgut</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2020/07/wohnen-ist-ein-grundbeduerfnis-und-kein-luxusgut/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2020 21:19:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Miete]]></category>
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					<description><![CDATA[So schlecht die Zukunftsperspektiven in der derzeitigen Krise sind, so wenig rosig sahen sie bereits davor aus, zumindest in puncto Wohnen. Für uns ist klar: Wohnen ist ein Grundbedürfnis und muss auch als solches gehandhabt werden. Trotzdem kostet laut einer&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2020/07/wohnen-ist-ein-grundbeduerfnis-und-kein-luxusgut/">Weiterlesen<span> Wohnen ist ein Grundbedürfnis und kein Luxusgut</span></a>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">So schlecht die Zukunftsperspektiven in der derzeitigen Krise sind, so wenig rosig sahen sie bereits davor aus, zumindest in puncto Wohnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für uns ist klar: Wohnen ist ein Grundbedürfnis und muss auch als solches gehandhabt werden. Trotzdem kostet laut einer Deloitte-Studie eine Eigentumswohnung heute (noch vor der Krise) 10 (!) Jahresgehälter, ein Betrag den praktisch niemand einfach so aufbringen kann. Kein Wunder also, dass 40% der ÖsterreichInnen sich lieber in ein Mietverhältnis begeben. Empfehlen uns also VertreterInnen diverser bürgerlicher Parteien wie der ÖVP etc., man solle sich doch einfach eine Eigentumswohnung kaufen, sollte man die Miete zu teuer finden, kann es sich bloß um einen schlechten Scherz handeln und ist ein weiterer Beweis dafür, wie sehr diese Parteien an der Lebensrealität der arbeitenden Menschen vorbeigehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Funke Wahrheit ist an der Aussage jedoch dran: die Mieten sind zu teuer. So sind sie in den letzten fünf Jahren um 13 (!) Prozent gestiegen, während die Löhne von den Arbeitenden in Österreich seit Jahrzehnten stagnieren. Dieser Umstand ist auf den Missbrauch von Immobilien als Spekulationsobjekte zurückzuführen, mit dem unsagbaren Preis von 35 000 beziehbaren aber leerstehenden Wohnungen in Wien. Zeitgleich werde Obdachlose durch asoziale und sogenannte &#8222;defensive Architektur&#8220; schikaniert und von den öffentlichen Plätzen vertrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sagen: das ist ein Zustand, der in einem reichsten Länder der Welt unzumutbar ist! Deshalb fordern wir: Löhne rauf, Mieten runter, Wohnen muss für alle leistbar sein!</p>
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		<title>Frauenunterdrückung, Sexismus und Medien im Kapitalismus</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2012/09/frauenunterdruckung-sexismus-und-medien-im-kapitalismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RedakteurIn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Sep 2012 22:33:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Frau wurde im Kapitalismus zwar ein wenig vom Haus befreit, doch nur, um durch ihre Arbeitgeber erneut ausgebeutet zu werden. Trotz der grundsätzlichen Möglichkeit der Frau, werktätig und somit ökonomisch unabhängig zu sein, leben wir in einer Gesellschaft, die&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2012/09/frauenunterdruckung-sexismus-und-medien-im-kapitalismus/">Weiterlesen<span> Frauenunterdrückung, Sexismus und Medien im Kapitalismus</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frau wurde im Kapitalismus zwar ein wenig vom Haus befreit, doch nur, um durch ihre Arbeitgeber erneut ausgebeutet zu werden.</p>
<p>Trotz der grundsätzlichen Möglichkeit der Frau, werktätig und somit ökonomisch unabhängig zu sein, leben wir in einer Gesellschaft, die noch immer in allen Bereichen von Männern dominiert wird. Die über Jahrhunderte vermittelte Rolle der Frau als „schwaches Geschlecht“ macht sich der Kapitalismus zunutze, um die Löhne der Männer noch mehr zu drücken und sie schlechter zu bezahlen. Frauenunterdrückung und die Ausbeutung der ArbeiterInnenklasse sind unmittelbar miteinander verbunden.</p>
<p>Neben den ökonomischen Ungerechtigkeiten bedienen sich die Herrschenden vieler weiterer Tricks, um die Frauen möglichst zahm zu halten. Ziel ist, die Frauen davon abzulenken, gegen ihre Situation zu kämpfen.</p>
<p>Von diesen Unterdrückungsmaßnahmen sind sowohl die Frauen der ArbeiterInnenklasse, als auch die Frauen der Ausbeuterklasse betroffen, die genauso mit frauendiskriminierenden Rollenbildern und Verhaltensweisen konfrontiert sind, die wir als Sexismus bezeichnen. Jedoch gilt unser Kampf nur den Frauen der unterdrückten Klasse, da uns auch die Frauen der Ausbeuterklasse unterdrücken. Hier kann es keine Solidarität geben, da die Klasseninteressen verschieden sind.</p>
<p>Geschlechtsspezifi sche Rollenverteilungen erlernen wir schon in der Kindheit durch Erziehung, Sozialisierung und Medien. Männer und Frauen tragen ein über Generationen hinweg erlerntes und anerzogenes Bild der Frau als minderwertig in sich.</p>
<h3><span style="color: #ff0000;"><strong>Doch was ist eigentlich Sexismus?</strong></span></h3>
<p>„Er unterteilt alle Menschen anhand ihrer biologischen Geschlechtsmerkmale in Frauen und Männer, unterstellt ihnen damit eine grundlegende Unterschiedlichkeit und weist ihnen auf dieser Basis unterschiedliche Rechte und Pflichten zu.“ (Wikipedia)</p>
<p>Solche unterschiedlichen Pfl ichten sind beispielsweise, dass ein Großteil der Gesellschaft immer noch erwartet, dass die Frau kocht, den Haushalt führt, Kinder erzieht, arbeitet und neben all dem noch schön und liebenswert ist. Erfüllt eine Frau diese Voraussetzungen nicht, wird sie schnell als Emanze oder Feministin abgestempelt. Welch enorme Belastung dieses Rollenbild der Alleskönnerin für Frauen bedeutet und wie stark Frauen in dieser Welt sein müssen, ist für die meisten gar nicht vorstellbar. Noch immer haben Rollenvorstellungen, die über Jahrhunderte weitergegeben und anerzogen wurden, eine große Macht über Frauen und Männer. Es ist noch immer alltäglich, junge Mädchen sagen zu hören: „Ich fi nde es unpassend, wenn die Frau in der Beziehung die Hosen anhat. Der Mann soll das Sagen haben. Ich will einen richtigen Mann.“</p>
<p>Das klingt für viele erschreckend, doch wie werden uns solcherart Rollenvorstellungen beigebracht?</p>
<h3><span style="color: #ff0000;"><strong>Die Aufgabe der Medien</strong></span></h3>
<p>Eines der wichtigsten und mächtigsten Mittel zur Unterdrückung der Frau sind die Medien. Sie zeigen uns ununterbrochen, wie wir uns als Frau oder Mann verhalten sollen. Die gezeigten Rollenbilder prägen unsere Vorstellungen enorm.</p>
<p>Durch die Medien wird die Frau zum Objekt, ihr Körper wird vergesellschaftet. Empört man sich über so viel nackte Haut und aufgesetzte, laszive Gesten, wie sie im Fernsehen und in Werbungen alltäglich sind, bekommt man oft zu hören: „Es ist doch die Sache des Models, sich so fotografieren zu lassen.“ Doch nackte Frauenkörper in Werbungen sind nicht nur das Abbild jener Frau, der der Körper gehört, sondern stehen für die Körper aller Frauen dieser Welt. Es ist die Demütigung aller Frauen, die den urteilenden Blicken preisgegeben sind und wie Waren bewertet werden. Es<br />
ist offensichtlich, wie sexualisiert die Bilder von Frauen sind, sogar wenn diese bekleidet sind. Die Schönheitsindustrie ist eine mächtige Waffe des Kapitals, da besonders sie die Frauen von den wahren Kämpfen ablenkt und sie nur auf Äußeres reduziert. Der Versuch, Schönheitsideale zu erfüllen, hat bei vielen jungen Frauen extreme psychische und körperliche Probleme zur Folge.</p>
<p>In den meisten Fernsehsendungen, Filmen, Serien etc., dienen Frauen nur zur Dekoration, werden charakterlos als Objekt der Begierde oder als Zicke dargestellt. Es wird schnell klar, dass in den Medien nur gezeigt wird, was die Herrschenden wollen. Emanzipierte, kämpferische Frauen könnten den Menschen die Augen öffnen und das System ernsthaft gefährden. Hin und wieder trifft man aber doch auf emanzipierte Frauenfiguren wie Xena, Prinzessin Fantagiro usw. Diese jedoch werden nur im Sinne der Hegemonie der bürgerlichen Kultur geduldet, um sich einen demokratischen Anstrich zu geben.</p>
<p>Unser Schluss: Alle bürgerlichen Medien dienen nur dem Kapital und unserer Unterdrückung. Doch Erziehung und Medien müssen frei von Stereotypen und Geschlechterrollen werden, die den Männern vermitteln, die Unterdrückung der Frauen sei selbstverständlich und den Frauen, sie müssten sich den existierenden Normen beugen, um als Mensch anerkannt und respektiert zu werden. Wir dürfen uns von konservativen, jahrhundertealten Vorstellungen nicht entmutigen lassen, stark und unbeirrt voranzugehen und möglichst viele Frauen mitzureißen. Das heißt natürlich, dass zuerst ein allumfassendes Solidaritätsgefühl und Zusammenhalt unter den Frauen geschafft werden und zweitens, falsches Verhalten ständig angesprochen und kritisiert werden muss.</p>
<h3><span style="color: #ff0000;"><strong>Die Zukunft</strong></span></h3>
<p>Die Basis für ein friedliches, gleichberechtigtes Zusammenleben von Mann und Frau jenseits des Kapitalismus ist, dass Frauen und Männer nicht mehr die Last vorgegebener Rollenbilder erfüllen und keine Ängste vor sexistischen Angriffen haben müssen. Das gilt auch für Männer, denn Rollenbilder fesseln auch sie an die Männlichkeit. Männer, die nicht den Normen entsprechen, werden schnell als „Weichei“ oder “Schwuchtel” abgeurteilt.</p>
<p>Eine wirkliche, allumfassende Befreiung der Frau ist nur im Sozialismus möglich, weil dort die Ausbeutung der ArbeiterInnen durch die Kapitalisten abgeschafft ist. Doch auch nach der sozialistischen Revolution muss ein vehementer Kampf gegen Sexismus und patriarchale Verhaltensweisen geführt werden, da diese sonst weiterbestehen bleiben!</p>
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		<title>Lohn vs. Reproduktionsarbeit im Kapitalismus</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2012/09/lohn-vs-reproduktionsarbeit-im-kapitalismus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RedakteurIn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Sep 2012 22:14:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[Kinder erziehen, Abwaschen, Wäsche aufhängen, Kochen, Bügeln, Putzen. Kurz Hausarbeit. JedeR, der/die selbst einen Haushalt führt, weiß wie viel Zeit diese Arbeit in Anspruch nimmt. Trotzdem ist es im Kapitalismus noch immer eine Selbstverständlichkeit, sich neben der Lohnarbeit auch um&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2012/09/lohn-vs-reproduktionsarbeit-im-kapitalismus/">Weiterlesen<span> Lohn vs. Reproduktionsarbeit im Kapitalismus</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder erziehen, Abwaschen, Wäsche aufhängen, Kochen, Bügeln, Putzen. Kurz Hausarbeit. JedeR, der/die selbst einen Haushalt führt, weiß wie viel Zeit diese Arbeit in Anspruch nimmt. Trotzdem ist es im Kapitalismus noch immer eine Selbstverständlichkeit, sich neben der Lohnarbeit auch um den Haushalt zu kümmern. Diese Arbeit wird nach wie vor (fast nur) von Frauen verrichtet.<strong></strong></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Was ist Reproduktionsarbeit?</strong></span></p>
<p>Der Fachausdruck für Hausarbeit ist Reproduktionsarbeit. Das ist die Arbeit, die nötig ist, um die Arbeitskraft der ArbeiterInnen zu erhalten, also zu reproduzieren. Reproduktionsarbeit ist eine Grundbedingung für den ökonomischen Fortbestand des Kapitalismus. Die beiden ökonomischen Klassen Kapitalisten und ArbeiterInnenschaft stehen sich insofern gegenüber, als dass die ArbeiterInnen gezwungen sind, ihre Arbeitskraft an die Kapitalisten zu verkaufen. Die Kapitalisten schlagen daraus Profi t. Dieser beruht auf dem Mehrwert. Der Mehrwert entsteht bereits im Produktionsprozess und wird in seiner realisierten Form zu Profit. Doch nur eine einzige Ware kann den Mehrwert erzeugen und das ist die lebendige Ware der Arbeitskraft. Nur aus ihr kann man mehr herausholen, als man in sie investiert. Die ArbeiterInnen arbeiten nicht für sich selbst, sondern für die Kapitalisten, die ihnen nur einen kleinen Teil des erarbeiteten Ertrages abgeben.</p>
<p>Das ist eben jener Teil, den die ArbeiterInnen brauchen, um ihre Arbeitskraft zu erhalten. Sie müssen schlafen, essen, soziale Kontakte knüpfen, Kinder zeugen (damit es weiterhin Arbeitskräfte gibt) und diese erziehen. Es müssen also viele Grundbedürfnisse erfüllt werden, damit das menschliche Leben, die lebendige Arbeitskraft, als grundlegende Ware für die Kapitalisten verfügbar bleibt.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Gesellschaftlicher Wandel durch Fabriken</strong></span></p>
<p>Vor der Entwicklung des Kapitalismus, in Monarchien und anderen Feudalsystemen, war die Reproduktionsarbeit noch umfassender als heute. Bevor es Manufakturen und Fabriken gab, musste man viele Sachen selber herstellen oder am Markt von anderen kaufen, die sie auch selbst erzeugten. Waren hatten damals eine andere Bedeutung, weil das Geld/Gold, wenn auch über Umwege, durch Händler an den gelangte, der sie produzierte und dem gleichzeitig auch die Produktionsmittel gehörten. Die selbstgefertigten Waren verloren mit der Entstehung der Fabriken an Wert, da so die Herstellung gleichwertiger Produkte von höherer Qualität möglich wurde. Doch Arbeiten wie Kinder erziehen, kochen, putzen et cetera wurden nicht etwa gleichermaßen wie die Produktion der Waren vom Privatbereich in den Dienstleistungsbereich verlagert. Die Gesellschaft betrachtete diese Tätigkeiten nach wie vor als Frauensache ins Private gehörend. So kommt es, dass diese nach wie vor im privaten Bereich verrichtet werden.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Wegen Kinderwunsch benachteiligt</strong></span></p>
<p>Der Begriff “Emanzipation” im Kapitalismus bedeutet, dass Frauen gleichberechtigt sind, sobald sie für Lohn arbeiten. Die Möglichkeit, werktätig zu sein, ist natürlich ein Schritt zur Emanzipation, aber in Kombination mit der Reproduktionsarbeit, entsteht eine extreme Doppelbelastung.</p>
<p>Staatliche Hilfsmittel wie Familienbeihilfe, bezahlte Karenz und Ähnliches sind Notwendigkeiten, die immer knapper bemessen werden. Die Absicht dahinter ist nicht, grundlegend etwas an der Situation zu ändern.</p>
<p>Es ist Gang und Gebe, Frauen mit möglichem Kinderwunsch in einem Betrieb nicht einzustellen, weil dies mit vermehrter Reproduktionsarbeit verbunden ist. Dies ist dem Arbeitgeber ein Dorn im Auge, da die Frau ihre Arbeitskraft für den Betrieb dann nicht mehr verkaufen könnte.</p>
<p>Dazu kommen noch zusätzliche Abfertigungskosten für eine mögliche Kündigung. Präventiv werden Frauen daher häufi g als Teilzeitkraft angestellt. Oft sind Frauen gar nicht in der Lage, Vollzeit zu arbeiten, da neben der Reproduktionsarbeit nicht mehr Zeit vorhanden ist. Sie arbeiten dann als klassische Dazuverdienerinnen, um die Haushaltskasse aufzubessern.</p>
<p>Besonders kleinere Betriebe werden aus ökonomischen Gründen regelrecht zum Sexismus gezwungen, da sie sich diese Kosten oft nicht leisten können und einen Konkurs befürchten, falls mit dem/der NachfolgerIn der schwangeren Frau Komplikationen auftreten. Schuld für die mangelnde Flexibilität kleiner bis sehr kleiner Betriebe ist der Kapitalismus in seiner fortgeschrittenen Form als wirtschaftlicher Imperialismus. Es bilden sich übermächtige Monopole, die Geld anhäufen und die kleinere ökonomische Strukturen nicht zulassen.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Das Ideal einer perfekten Frau</strong></span></p>
<p>Eine weitere Belastung für Frauen bildet das mediale und gesellschaftliche Ideal einer Frau. Den halben Tag arbeiten, die Kinder von der Schule abholen, lächelnd nach Hause kommen, kochen, den Mann, der später von der Arbeit heim kommt, verwöhnen- und dabei immer perfekt aussehen und putzmunter sein. So stellen uns die Medien tagtäglich das Bild der Frau dar; als ob das einzige wofür sich Frauen interessieren, das beste Putzmittel ist.</p>
<p>Dieses Frauenbild ist veraltet und muss bekämpft werden! Natürlich darf eine Frau auf ihr Äußeres wert legen, auch den Partner zu verwöhnen ist nicht sexistisch, solange sie dies auch von ihm erwarten kann. Die Quintessenz dabei ist aber, dass dies nicht auf gesellschaftlichem Druck passiert! Dennoch besteht eine Schwierigkeit darin, zu unterscheiden, was gesellschaftlich anerzogen und was eine freie Entscheidung ist. Dies gilt genauso für viele Männer, die auch nicht in die von ihnen erwartete Rolle schlüpfen wollen.</p>
<p>Fazit: Frauen leiden unter extremer Doppelbelastung. Grund dafür ist die Reproduktionsarbeit, die fast nur von Frauen verrichtet und darüberhinaus nicht einmal als vollwertige Arbeit anerkannt wird. Noch immer sind viele Menschen der Meinung, dass das “bisschen” Hausarbeit sowieso kein großer Aufwand ist. Es sollte natürlich berücksichtigt werden, dass es im Alltag oft auch Ausnahmen gibt; doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Frauen haben es- kurz gesagt- in vielerlei Hinsicht schwieriger, sich über Wasser zu halten. Bürgerlicher Feminismus in Form von kinderlosen Karrierefrauen an Spitzenpositionen verbessert die Situation der Frauen auch nicht.</p>
<p>Wären Frauen nicht als das minderwertige Geschlecht in der Gesellschaft verankert, wäre auch ihre in den Köpfen der Menschen als minderwertig geltende Arbeit nicht so<br />
legitim, wie sie ist.</p>
<p>Doch das Kapital braucht die Frauen in diesen minderwertigen Positionen, um die doppelte Ausbeutung zu legitimieren. Wären die Frauen nicht in den bestehenden Familienstrukturen gefangen, müssten die Kapitalisten für die Wartung ihrer Arbeitskräfte selber aufkommen.</p>
<p>Es muss jetzt und hier an der Gedankenwelt der Menschen gearbeitet werden. Männer wie Frauen müssen lernen, dass Hausarbeit auch Männersache ist und zu gleichen Teilen von beiden Geschlechtern erledigt werden muss! Doch das alleine reicht nicht, wir brauchen ein Gesellschaftssystem, wo jede Form der Arbeit als gleichermaßen wertvoll gewertet wird.</p>
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