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	<title>Frauenbefreiung &#8211; Kommunistische Jugend Österreichs (KJÖ)</title>
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	<title>Frauenbefreiung &#8211; Kommunistische Jugend Österreichs (KJÖ)</title>
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		<title>Der internationale Frauenkampftag ist kein Grund zum Feiern, sondern zum Streiken und Kämpfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[RedakteurIn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Mar 2019 06:03:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>
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					<description><![CDATA[Referat der Schulungsleiterin Marie Jaeger zum 8. März Die Verhältnisse im patriarchal geprägten Kapitalismus, in denen eine vermeintliche bürgerliche Gleichheits- einer ökonomischen Ungleichheitsordnung gegenübersteht, machen einen Frauenkampftag am 8. März auch noch 2019 notwendig. Der 8. März wird heute von&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2019/03/der-internationale-frauenkampftag-ist-kein-grund-zum-feiern-sondern-zum-streiken-und-kaempfen/">Weiterlesen<span> Der internationale Frauenkampftag ist kein Grund zum Feiern, sondern zum Streiken und Kämpfen</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Referat der Schulungsleiterin Marie Jaeger zum 8. März</h3>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="300" src="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2019/03/53674887_2363379807025618_5421273601238106112_o-300x300.jpg" alt="Frau mit Gewehr auf dem RÜcken ist im Kindegrund (Gezeichnet) KJÖ und KSV Logo und ein Alexandra Kollontai Zitat." class="wp-image-4477" srcset="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2019/03/53674887_2363379807025618_5421273601238106112_o-300x300.jpg 300w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2019/03/53674887_2363379807025618_5421273601238106112_o-150x150.jpg 150w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2019/03/53674887_2363379807025618_5421273601238106112_o-768x768.jpg 768w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2019/03/53674887_2363379807025618_5421273601238106112_o-1024x1024.jpg 1024w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2019/03/53674887_2363379807025618_5421273601238106112_o-400x400.jpg 400w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2019/03/53674887_2363379807025618_5421273601238106112_o-270x270.jpg 270w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2019/03/53674887_2363379807025618_5421273601238106112_o-800x800.jpg 800w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2019/03/53674887_2363379807025618_5421273601238106112_o.jpg 1700w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure></div>



<p>Die Verhältnisse im patriarchal geprägten
Kapitalismus, in denen eine vermeintliche bürgerliche Gleichheits- einer
ökonomischen Ungleichheitsordnung gegenübersteht, machen einen Frauenkampftag
am 8. März auch noch 2019 notwendig.</p>



<p>Der 8. März wird heute von vielen als
Feiertag begangen und auch von bürgerlichen Frauen und Parteien vereinnahmt. Ob
eine Angela Merkel, eine Michelle Obama, auch die Herrschenden halten den 8.
März neuerdings für sehr wichtig, aber sie vergessen, es ist kein Feiertag, es
ist ein Kampftag, ein Kampftag der ArbeiterInnenklasse. Die Kommunistin Clara
Zetkin hat diesen 1911 in der kommunistischen Fraueninternationale erstmalig eingefordert.
Und der 8 März ist auch kein zufällig gewähltes Datum, er ist ein historisch
wichtiges Datum in der Geschichte der Arbeiterinnen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>1857
streikten Textilarbeiterinnen in New York an diesem Tag.</li><li>1908
sind Arbeiterinnen im Kampf um bessere Arbeits- und Lebensbedingungen am 8.
März in den USA in Streik getreten. Um eine Solidarisierung der Gewerkschaften
und anderer Belegschaften zu verhindern, wurden diese Frauen in ihrer Fabrik
eingesperrt, ein Feuer brach aus und 129 Arbeiterinnen starben.</li><li>1917
streikten in Sankt Petersburg die Arbeiter-, Soldaten- und erstmals auch
Bauernfrauen der armen Stadtviertel und lösten die Februarrevolution aus.</li></ul>



<p>Wenngleich wir als KommunistInnen dies
wissen und uns anders als bürgerliche FeministInnen darüber im Klaren sind,
dass (junge) Frauen, die der herrschenden Klasse angehören, nicht ein und
dieselben Interessen haben wie die werktätigen Frauen und sich die besitzlose
Klasse nicht auf einen Geschlechter- oder rassistischen Kampf innerhalb der
eigenen Klasse einlassen darf, dürfen wir den Blick für die Ungleichheiten
innerhalb der Klasse – die auf den kapitalistischen Eigentumsverhältnissen
beruhen und diesen dienen – nicht verlieren. Wie der marxistische Philosoph
Domenico Losurdo (2016) folgerichtig festhielt, schrieben Marx und Engels im
Kommunistischen Manifest, dass „[d]ie Geschichte aller bisherigen Gesellschaft
[.] die Geschichte von Klassenkämpfen“ (MEW Bd. 4 1972) sei. „Der Übergang vom
Singular zum Plural macht klar, dass jener zwischen Proletariat und Bourgeoisie
lediglich einer unter mehreren Klassenkämpfen ist“ (Losurdo 2016). Marx und
Engels gehen davon aus, dass sich die Klassengegensätze in den verschiedenen
Epochen auch verschieden gestalten (MEW Bd. 4 1972), dies bedeutet in der
weiteren Lektüre der Marx-Engels Werke, dass neben dem Klassengegensatz
zwischen Kapital und Arbeit, auch weitere identifiziert wurden. Bspw. schreibt
Friedrich Engels in der Schrift <em>Der
Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats </em>, dass„[d]er erste Klassengegensatz, der in
der Geschichte auftritt, […] mit der Entwicklung des Antagonismus von Mann und
Weib in der Einzelehe, und die erste Klassenunterdrückung mit der des
weiblichen Geschlechts durch das männliche.“ zusammenfällt (MER Bd. 21 1975), weiter
schreibt er, der Mann „ist in der Familie der Bourgeois, die Frau repräsentiert
das Proletariat““ (MEW Bd. 21 1975). Was jedoch nicht implizieren soll, dass
wir einen Geschlechterkampf statt dem Klassenkampf führen sollten oder
ähnliches, aber mehr dazu später.</p>



<p><strong>Die Situation
der Frau im Monopolkapitalismus heute</strong></p>



<p>Die Basis für die Emanzipation der Frau
ist auch heute die ökonomische Unabhängigkeit vom Mann. Die Arbeit ist somit
für Frauen essentiell, um sich ökonomisch und schließlich auch sozial vom Mann
freizusprechen. Als die ökonomischen Verhältnisse die Frau zwangen, ins
Erwerbsleben einzutreten, brachte dies den Kapitalisten enorme Vorteile. Der
Lohn für einen Arbeiter wurde für mehrere Personen berechnet, da er ja
normalerweise eine ganze Familie zu ernähren hatte. Der Lohn der Frau hingegen
wurde nur für eine Person berechnet. Somit entstand ein harter Konkurrenzkampf,
der nichts anderes als die Spaltung der ArbeiterInnenbewegung im Sinne hatte
(siehe hierzu: Zangerl/Hainz 2012). Schon
Clara Zetkin hielt aber weiter fest: „Daß
 die Frauenarbeit soviel schlechter entlohnt wird als die Männerarbeit,
hat ja vielfache Ursachen. Allein nicht wenig kommen die schlechten Frauenlöhne
auf Rechnung des Umstandes, daß die Arbeiterinnen so gut wie nicht organisiert
sind. Sie entbehren der Stärke, welche die Einigkeit verleiht, des Mutes, des
Kraftgefühls, des Widerstandsgeistes und der Widerstandsfähigkeit, welche der
Rückhalt an eine Organisation verleiht, das heißt an eine Macht, in der einer
für alle und alle für einen eintreten. Sie ermangeln ferner der Aufklärung und
Schulung, welche durch die Organisation geboten wird.“ (Zetkin 1893). Doch
woran liegt dies und warum haben diese Phänomene bist heute Bestand? Die
unterschiedliche Positionierung innerhalb der Klasse der Werktätigen u.a. nach
Geschlecht stabilisiert die kapitalistischen Verhältnisse, sie ist konstitutiv
– also auch bestimmend – für diese (Lühr 2009). Ohne die unbezahlte i.d.R.
durch Frauen geleistete Reproduktionsarbeit geriete die kapitalistische Gesellschaft
an ihre Grenzen. Diese
Aspekte sind auch heute noch spürbar: Frauen verdienen in Österreich im Schnitt
32,2% weniger als Männer. Mit der Hauptverantwortung für die
Reproduktionsarbeit schaffen sie es gleichzeitig im Schnitt auf eine
wöchentliche Arbeitszeit von 57 Stunden in Österreich, wovon lediglich 33
Stunden bezahlt sind.<a href="#_ftn1">[1]</a></p>



<p>Ob in Schule, Uni, der Arbeit oder dem
Alltag im Kapitalismus werden Frauen und Mädchen noch immer unterdrückt. Der
Kapitalismus macht sich die überkommenen patriarchalen Strukturen zunutze und
die Frau oder das Mädchen werden darüber als minderwertig konstruiert und
leiden unter einer Doppelbelastung, nämlich Lohn- und Reproduktionsarbeit
leisten zu müssen. Die proletarische Frau hat jedoch ganz
andere Voraussetzungen als bürgerliche Frauen&nbsp;
und bedarf auch ihrer eigenen Organisation. Diese – die proletarische
Frauenbewegung – hat einen fortschrittlichen emanzipatorischen Ansatz, da die
Frau historisch und auch heute in den Arbeitsalltag integriert war und ist,
sich also hier eine gewisse Gleichberechtigung erkämpfen musste, und nicht auf
Haus und Familie reduziert war und ist. Es gibt trotz der Doppelbelastung somit
keinen Gegensatz zwischen den Interessen von Arbeitern und Arbeiterinnen, wohl
aber einen unversöhnlichen Gegensatz zwischen den Interessen des Kapitals und
denen der Arbeit. Deshalb ist die Frauenfrage nicht als abgetrennter Bereich zu
betrachten – allerdings existiert sie und darf nicht ignoriert werden. </p>



<p>Die
verschiedene Ausgangsposition ist die Basis dafür, dass die proletarische
Frauenbewegung historisch und auch heute andere Forderungen aufstellt und
andere Themen bearbeitet, als die Bürgerliche. Die proletarische Frauenbewegung
folgt den Regeln des historischen Materialismus und sieht die strukturellen
Gesetzmäßigkeiten der Ausbeutung und nicht individuelle Einzelerscheinungen.
Daraus ergaben sich dir folgenden Forderungen<a href="#_ftn2">[2]</a>: </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Das
Ziel des revolutionären Umbruchs.</li><li>Der
gemeinsame Kampf von Mann und Frau, kein ausspielen lassen durch die
KapitalistInnen – die Unterschiede sind dem Kapitalismus immanent und keine
Geschlechterfrage.</li><li>Friedenspolitik
stand stets im Zentrum,</li><li>Kritik
am und Kampf gegen den Imperialismus ebenso.</li><li>Die
Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Nachtarbeit, Wochenarbeitszeitbegrenzung,
Kinderbetreuung, Gemeinschaftsküchen, etc.), ebenso wie gleicher Lohn für
gleiche Arbeit.</li><li>Teilhabe
in und an allen gesellschaftlichen Bereichen, statt der künstlichen Trennung.</li></ul>



<p>Und
auch durch die Lebensrealitäten unterschieden und unterscheiden sich die Themen
der bürgerlichen und proletarischen Frauenbewegung auch historisch und heute:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Lohnabhängigkeit und daraus resultierende
Forderungen vs. das Recht zu arbeiten</li><li>Frauenwahlrecht
vs. Damenwahlrecht</li><li>Kollektivrechte
vs. Individualrechte</li><li>Gemeinsam
vs. getrennt</li><li>Revolution vs.
Reformen</li></ul>



<p>Eines muss uns aber auch am 8. März als
Kampftag bewusst sein, Fortschritte können im kapitalistischen System nur
gefeiert werden, wenn entweder der Druck stark genug ist oder es einen Nutzen
für die herrschende Klasse hat (Reservearmee, Konkurrenzaufbau zwischen Mann
und Frau, Sicherung der nächsten Generation von ArbeiterInnen, etc.).
Gleichberechtigung und Gleichheit ist jedoch in einem kapitalistischen System
nicht zu erzielen. Wie Alexandra Kollontai festhielt: <em>„Ohne die Befreiung der Frau kein Sozialismus – ohne Sozialismus keine
Befreiung der Frau!“</em></p>



<p>Auch
heute sehen wir uns permanent den spalterischen Angriffen des Kapitals
ausgesetzt. Sie sorgen dafür, dass Klischees und Stereotype in unseren Köpfen
verankert bleiben und uns in unserer politischen und emanzipativen Arbeit
behindern. Es braucht keine Frauenquote für ManagerInnen – ob uns Frauen oder
Männer ausbeuten ändert nichts, ob Merkel oder Kurz macht keinen Unterschied,
wenn volksfeindliche Politik implementiert wird. Die Befreiung der Frau ist
eine Klassenfrage, wie alle anderen auch in einer kapitalistischen
Gesellschaft. Nur die Tatsache eine Frau zu sein, vereint nicht in der
politischen Forderung oder im Kampf.</p>



<p>Somit wird aus unserer Perspektive jährlich am 8. März für die Rechte der arbeitenden Frauen sowie der Frauen und Mädchen der werktätigen Schichten gekämpft! Für den Sozialismus! Heraus zum internationalen Frauenkampftag! Heraus zum 8 März! Wir sind nicht für einen Frauenstreik, wir sind für den Generalstreik für die Interessen der Frauen, also gegen den Kapitalismus!</p>



<p></p>



<h4 class="wp-block-heading">Literatur</h4>



<p>Losurdo, Domenico. 2016. <em>Der
Klassenkampf oder die Wiederkehr des Verdrängten. Eine politische und
philosophische Geschichte</em>. Unter Mitarbeit von Daniel Bratanovic. Köln:
PapyRossa Verlag (Neue kleine Bibliothek, 224).</p>



<p>Lühr, Thomas. 2009. Klasse und Geschlecht als Dimensionen
kapitalistischer Herrschaft. In: Marxistische Blätter Heft 6/09. S. 62-69.</p>



<p>MEW Karl Marx/Friedrich Engels &#8211; Werke. (Karl), Band 4, 1972, 6.
Auflage unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1959, Berlin/DDR Dietz Verlag,
Berlin. Karl Marx und Friedrich Engels: <em>Manifest
der Kommunistischen Partei</em>. S. 459-493. </p>



<p>MEW Karl Marx/Friedrich Engels – Werke. Band 20, 1975, 5. Auflage
unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1962, Berlin/DDR. (Karl) Dietz Verlag,
Berlin. Friedrich Engels: <em>Anti-Dühring</em>.&nbsp; </p>



<p>MEW Karl Marx/Friedrich Engels – Werke. Band 21, 1975, 5. Auflage
unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1962, Berlin/DDR. (Karl) Dietz Verlag,
Berlin. Friedrich Engels: <em>Der Ursprung
der Familie, des Privateigentums und des Staats</em>. S. 25-173. </p>



<p>MEW Karl Marx/Friedrich Engels – Werke. Band 32, 1975, 5. Auflage
unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1962, Berlin/DDR. (Karl) Dietz Verlag,
Berlin. Friedrich Engels: <em>Engels an Marx in
London</em>. S. 83-85. </p>



<p>Zangerl, Belinda/Hainz, Astrid. 2012. Warum die Frauenfrage alle betrifft.
Reader der KJÖ.</p>



<p>Zetkin, Clara. 1893. <em>Frauenarbeit
und gewerkschaftliche Organisation</em>. <a href="https://www.marxists.org/deutsch/archiv/zetkin/1893/11/gewerk.htm">https://www.marxists.org/deutsch/archiv/zetkin/1893/11/gewerk.htm</a> <br></p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p><a href="#_ftnref1">[1]</a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;  Männer hingegen
arbeiten nur 48 und davon 41 Stunden bezahlt.</p>



<p><a href="#_ftnref2">[2]</a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;  Danke an eine
GenossIn aus der Schweiz auf deren Unterlagen dieser Teil mitbasiert.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gewalt nicht unter den Teppich kehren – Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen!</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2018/11/gewalt-nicht-unter-den-teppich-kehren-gemeinsam-gegen-gewalt-an-frauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RedakteurIn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Nov 2018 16:17:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Antikapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[Gewalt nicht unter den Teppich kehren – Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen! Gewalt an Frauen, die in kapitalistischen Gesellschaften als strukturell minderwertig konstruiert und behandelt werden, gehört in auch Österreich nach wie vor zum Alltag, diese wird jedoch vielfach unter&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2018/11/gewalt-nicht-unter-den-teppich-kehren-gemeinsam-gegen-gewalt-an-frauen/">Weiterlesen<span> Gewalt nicht unter den Teppich kehren – Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen!</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<a href='https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2018/11/47011453_368118777288475_6084218270280318976_n.mp4'>47011453_368118777288475_6084218270280318976_n</a>
</p>
<h2>Gewalt nicht unter den Teppich kehren – Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen!</h2>
<p>Gewalt an Frauen, die in kapitalistischen Gesellschaften als strukturell minderwertig konstruiert und behandelt werden, gehört in auch Österreich nach wie vor zum Alltag, diese wird jedoch vielfach unter den Teppich gekehrt.</p>
<p><strong>Hierzu die Fakten: In Österreich sind fast 50 % aller Frauen Opfer häuslicher Gewalt. Jede 5. erlebt sehr schwere sexuelle Gewalt. Fast jede 3. Frau (29,5%) wird Opfer sexueller Gewalt. Davon wird jede 4. Frau Opfer einer Vergewaltigung und jede 3. Frau berichtet von einer versuchten Vergewaltigung. Von sexuellen Drohungen und Übergriffigkeiten im Netz ist hier noch keine Rede</strong></p>
<p>Im öffentlichen Diskurs herrschen dabei meist zwei Positionen vor. Die eine erklärt Frauen, dass sie selbst Schuld wären an der gegen sie gerichteten Gewalt. Würden sie sich nicht so aufreizend anziehen und Männer herausfordern, käme es nicht dazu. Die andere, die bürgerlich feministische Position, erklärt die Gewalt gegen Frauen gerne zu einem Männerproblem. Denn klar die Gewalt geht von Männern aus also sind die Männer das Problem. Auf den ersten Blick sind beide Positionen unvereinbar, sieht man allerdings genauer hin, zielen beide darauf ab, einen Kampf der Geschlechter zu befördern und verschweigen die wahren, gesellschaftlichen Ursachen der Gewalt.</p>
<p>Wir KommunistInnen wissen, dass die Gewalt nur Symptom des vorherrschenden (wirtschaftlichen) Systems ist, das auf der Ausbeutung der Arbeit durch das Kapital, also durch Banken und Konzerne, beruht. Frauen werden den Männern sowohl ökonomisch als auch gesellschaftlich systematisch untergeordnet. Für uns ist Emanzipation, also der Kampf für eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Gleichstellung der Frau, das gemeinsame Auftreten gegen Unterdrückung und Ausbeutung. Es bleibt also dabei, was die Kommunistin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin geschrieben hat: „Die Emanzipation der Frau wie die des ganzen Menschengeschlechtes wird ausschließlich das Werk der Emanzipation der Arbeit vom Kapital sein.“</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Fight sexism!</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2018/03/fight-sexism/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RedakteurIn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Mar 2018 21:35:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
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					<description><![CDATA[In der heutigen Gesellschaft sind Frauen nach wie vor benachteiligt, ihr Lohn liegt 25% unter dem von Männern. Außerdem müssen Frauen sehr häufig Arbeiten wie Hausarbeit, Kindererziehung u. v. m. verrichten. Die Ursache dieses Problems ist die kapitalistische Gesellschaftsformation, die&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2018/03/fight-sexism/">Weiterlesen<span> Fight sexism!</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignright wp-image-3119 size-medium" src="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2018/03/1-212x300.png" alt="" width="212" height="300" srcset="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2018/03/1-212x300.png 212w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2018/03/1.png 591w" sizes="(max-width: 212px) 100vw, 212px" />In der heutigen Gesellschaft sind Frauen nach wie vor benachteiligt, ihr Lohn liegt 25% unter dem von Männern. Außerdem müssen Frauen sehr häufig Arbeiten wie Hausarbeit, Kindererziehung u. v. m. verrichten. Die Ursache dieses Problems ist die kapitalistische Gesellschaftsformation, die diese Reproduktionsarbeit unbezahlt lässt, obwohl sie für die Menschheit genauso notwendig ist wie die Produktion.</p>
<p>Frauen müssen &#8211; so die bürgerlichen Parteien &#8211; besonders von den gewaltbereiten &#8222;Ausländern&#8220; geschützt werden, welche in den Köpfen als Vergewaltiger festgeschrieben sind. Dass die überwältigende Anzahl aller Gewalttaten und sexueller Übergriffe gegen Frauen nicht von &#8222;den Anderen&#8220;, sondern von Ehemännern, Partnern und Verwandten verübt werden, passt natürlich nicht in dieses Bild und wird daher oft verschwiegen. Das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper möchten viele reaktionäre Kräfte verweigern. Mit finanziellen und bürokratischen Hürden wird Frauen ein selbstbestimmtes Sexualleben erschwert, Abtreibungen sollen vermieden werden.</p>
<p>Die Befreiung der Frau ist einer Gesellschaft, welche auf Ungerechtigkeiten, Ausbeutung und Ausgrenzung basiert, nicht möglich. Nur eine sozialistisch organisierte Gesellschaft kann die Frau befreien, wenn diese Gesellschaft sich zur Gleichstellung aller Geschlechter bekennt. Wenngleich wir auch im bestehenden  Miteinander für eine Verbesserung der Lage kämpfen.</p>
<p><strong>Also kämpfen wir gemeinsam für unsere Rechte!</strong></p>
<p><strong>Es wird uns niemand diese Aufgabe abnehmen können! Organisier dich!</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der 25. November – ein Tag wie jeder andere?</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2017/11/der-25-november-ein-tag-wie-jeder-andere/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RedakteurIn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Nov 2017 13:08:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
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					<description><![CDATA[NEIN. Denn heute ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. JA. Denn für uns Kommunistinnen ist jeder Tag ein Kampftag gegen jedwede Form der Gewalt, Unterordnung und Ungleichheit! Für uns Kommunistinnen ist klar, dass das kapitalistische System die Spaltung&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2017/11/der-25-november-ein-tag-wie-jeder-andere/">Weiterlesen<span> Der 25. November – ein Tag wie jeder andere?</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignright wp-image-3000 size-medium" src="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2017/11/1-300x239.jpg" alt="" width="300" height="239" srcset="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2017/11/1-300x239.jpg 300w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2017/11/1-800x638.jpg 800w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2017/11/1-768x613.jpg 768w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2017/11/1.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />NEIN. Denn heute ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen.<br />
JA. Denn für uns Kommunistinnen ist jeder Tag ein Kampftag gegen jedwede Form der Gewalt, Unterordnung und Ungleichheit!</p>
<p>Für uns Kommunistinnen ist klar, dass das kapitalistische System die Spaltung der ArbeiterInnenklasse braucht, um zu existieren. Sexismus ist Teil dieser Spaltungspolitik, psychische und physische Gewalt nur die Spitze eines Systems der Ungleichheit und Ausbeutung. Es mag den Anschein erwecken, als wären wir inzwischen gleichberechtigt, sozial wie politisch gleichgestellt – vor allem aber werden wir ruhig gestellt! Man hat uns bewusst und willkürlich aus dem Klassenkampf hinausgedrängt, man versucht uns mit allen Mitteln kleinzukriegen, unsere Meinung abzuwürgen und die internationale Arbeiterinnensolidarität nieder zu halten! Denn wir wissen: dieses System ist nicht reformierbar, der Kapitalismus ist nicht krank – er ist die Krankheit selbst und muss von uns zerstört werden!</p>
<p>Wir sind es, die man zum Wohle des Mehrwerts für den Kapitalisten ausbeutet, den Haushalt und die Kindererziehung aufdrückt, und denen im besten Falle eine Karriereleiter vorgegaukelt wird, wenn wir uns dem neoliberalen Zwang fügen, nach oben zu buckeln und nach unten zu treten.</p>
<p>Und zuhause haben wir immerhin eine 50%ige Chance, der Gewalt zu entgehen. Die Fakten?<strong> In Österreich sind fast 50 % aller Frauen Opfer häuslicher Gewalt. Jede Fünfte erlebt sehr schwere sexuelle Gewalt. Fast jede 3. Frau ( 29,5%) wird Opfer sexueller Gewalt. Davon wird jede 4. Frau Opfer einer Vergewaltigung und jede 3. Frau berichtet von einer versuchten Vergewaltigung.</strong></p>
<p>Aber wir sind es auch, die diesem System den Garaus machen und die Unterdrückung des Menschen durch den Menschen ein für allemal beenden werden! Wir sagen: Keine Befreiung der Frau ohne Sozialismus – kein Sozialismus ohne die Befreiung der Frau!<br />
Wir gehen selber voran und geben den Ton an. Wir brauchen keine Stellvertreterinnenpolitik, denn wir sind selber stark genug!<br />
Wir sagen ganz klar: Es ist eine Schande, dass es im Jahr 2017 einen solchen Tag überhaupt noch braucht!<br />
Wir gedenken allen Frauen, die für ein besseres Leben gekämpft haben, und holen zu einem neuen Schlag gegen das kapitalistische Patriachat aus!</p>
<p><strong>Gewalt macht krank und tötet – organisier dich und mach kaputt, was dich kaputt macht! Wir schlucken nix mehr, wir schlagen zurück!</strong></p>
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		<title>Proletarische Frauenbewegung – Wie, Was, Warum?</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2017/10/proletarische-frauenbewegung-wie-was-warum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RedakteurIn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Oct 2017 14:14:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA["vorneweg" - unsere Bundeszeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Antikapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
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					<description><![CDATA[Proletarische Frauenbewegung – Wie, Was, Warum? Kevin, Oberösterreich Schon Karl Marx wollte „alle Verhältnisse um[…]werfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“. Das heißt ganz klar, dass man sich gegen jedwede Verhältnisse stellen&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2017/10/proletarische-frauenbewegung-wie-was-warum/">Weiterlesen<span> Proletarische Frauenbewegung – Wie, Was, Warum?</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1><a href="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2018/08/vorneweg3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-4074" src="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2018/08/vorneweg3-245x300.jpg" alt="" width="245" height="300" /></a>Proletarische Frauenbewegung – Wie, Was, Warum?</h1>
<h4>Kevin, Oberösterreich</h4>
<p>Schon Karl Marx wollte „alle Verhältnisse um[…]werfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“. Das heißt ganz klar, dass man sich gegen jedwede Verhältnisse stellen muss, in denen der Mensch über den Menschen herrscht, egal ob durch Rassismus oder Sexismus etc. Also eine Art inklusiver Feminismus? In gewisser Art und Weise kann man das nur bejahen, die proletarische Frauenbewegung, in deren Tradition wir stehen, stellt sich nicht auf die Seite des Geschlechterkampfes, und wird blind für die Zustände, die zur Diskriminierung und Herrschaft führen. Im proletarischen und somit historisch-materialistisch<a href="http://vorneweg.pbworks.com/w/page/117984687/Feminismus%20%28Abgrenzung%29#_ftn1">[1]</a> angeleitetem Feminismus haben die AkteurInnen klar vor Augen, wem es nutzt, wenn wir uns lediglich dem Geschlechterkampf widmen und wer diesen sog</p>
<p>ar für sich vereinnahmen kann, um die Menschen zu teilen und gleichzeitig zu entpolitisieren, indem Gesetze erlassen werden, wodurch Frau zwar de jure, also nach dem Recht, aber nicht de Facto gleichgestellt ist.</p>
<p>Im Kapitalismus muss die Funktion der Ungleichbehandlung von Menschen genauer betrachtet werden, um begreifen zu können, dass die sogenannte ‚geschlechtliche Arbeitsteilung‘die doppelte Ausbeutung von Frauen – neben der Lohnarbeit durch die Zuweisung von Reproduktionsarbeit<a href="http://vorneweg.pbworks.com/w/page/117984687/Feminismus%20%28Abgrenzung%29#_ftn2">[2]</a> – für die Ausbeuter von doppeltem Vorteil ist, da Frauen einerseits als Lohndrückerinnen eingesetzt werden (wie Marx und Engels bereits 1848 im kommunistischen Manifest feststellen) und es andererseits Kosten spart, wenn sie die Reproduktionsarbeit im Privaten unbezahlt verrichten müssen, als wenn diese sozialisiert werden würde.</p>
<p>Die Frau wird somit zusätzlich durch die übernommenen Strukturen früherer Gesellschaften ausgebeutet. In unseren Augen ist einzig die ArbeiterInnenb</p>
<p>ewegung in der Lage diese Strukturen aufzubrechen und somit zu beenden. In dieser kämpfen alle Geschlechter, nicht nur Frauen alleine, für die Befreiung der marginalisierten Gruppen. Der Kampf für die Befreiung der Frau ist ebenso Teil Klassenkampfs, wie der Kampf gegen Rassismus oder Homophobie, denn all diese konstruierten Teilungsmechanismen sollen dazu beitragen, dass wir unsere Gleichwertigkeit als Werktätige, als Lehrlinge, SchülerInnen und Jugendliche nicht erkennen. Viele (Früh)Sozialisten erkannten, dass man an der Stellung der Frau in der Gesellschaft in Relation zum Mann auch den Entwicklungsstand der Gesellschaft erkennen kann, weswegen auch eine der Voreiterinnen der proletarischen Frauenbewegung, Clara Zetkin 1928 festhielt, dass „für ein neues, höheres Verhältnis von Mann und Weib, von Eltern und Kindern und in der Folge für die Menschliche Befreiung und Gleichberechtigung des gesamten weiblichen Geschlechts“ eine grundlegende Umwälzung der Gesellschaft – der Eigentumsverhältnisse – notwendig ist. Dies bedeutet, dass die kommunistische Frauenbewegung ein breiteres Ziel vor Augen hat als so manchen bewusst ist. Denn schon allein durch die Vorstellung unseres Ziels, besteht die Möglichkeit, die Frauen aller sozialen Schichten zu Verbündeten in unserem Befreiungskampf zu erheben. Wir müssen die von</p>
<p>der Gesellschaft unterdrückten Frauen erreichen, und ihnen aufzeigen, dass ihr Handeln von dem Wissen geleitet werden soll, dass die proletarische Weltrevolution der einzige Weg zu ihrer Befreiung ist.</p>
<p>Der Proletarische Feminismus hebt sich ganz eindeutig von den sozialdemokratischen Frauenbewegungen ab, welche einst im marxistischen Geiste begonnen hatten, sich heute jedoch schon längst selbst verraten haben, denn eine Frauenquote bedeutet nicht volle Gleichberechtigung, ganz egal wie sie sich dies noch vorgaukeln. Die Sozialdemokratie geht von einer vollen Gleichberechtigung durch die Reform der bürgerlichen Gesellschaft aus, unsere jedoch von der Revolution, was nicht bedeutet, dass wir Reformen zur Verbesserung der Lage der Frau und allen anderen unterdrückten und ausgebeuteten Gruppen nicht mittragen.</p>
<p>Die proletarische Frauenbewegung basiert auf einer Grundlage, welche uns erlaubt Schlussfolgerungen aus den Weltkriegen, der russischen Revolution und dem historischen Geschehen zu ziehen, dies lässt uns zu dem Schluss kommen, dass gesellschaftliche Veränderungen nur mit einem regen und aktiven Anteil der Frauen in der ArbeiterInnenklasse verwirklicht werden können.</p>
<p><a href="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2017/10/vorneweg2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-4078" src="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2017/10/vorneweg2-300x272.jpg" alt="" width="300" height="272" /></a>Doch was schlussfolgert man aus unserer Geschichte, weshalb begreifen wir die Revolution als unser Ziel und geben uns nicht mit einzelnen, kleinen Reformen zufrieden? Unsere Bewegung geht von Feststellungen aus, welche wir im Laufe der Jahre gemacht haben und welche uns erlauben dieses System so zu verstehen, wie es wirklich ist. Interessant sind bei näherer Betrachtung, die Feststellungen der zweiten Internationalen Konferenz der Kommunistinnen in Moskau. Damals wurden Richtlinien beschlossen, welche unsere Bewegung klar von der Frauenrechtlerei und der bürgerlichen Sozialdemokratie und deren Frauenbewegungen unterscheiden. „Die Richtlinien gehen von der Feststellung aus, daß das Privateigentum die letzte Ursache der Geschlechtssklaverei und der Klassensklaverei ist, und daß einzig und allein die Aufhebung des Privateigentums an den Produktionsmitteln, ihre Umwandlung in Gesellschaftsbesitz, die völlige Frauenbefreiung sichert.“ (Zetkin) Also vereinfacht gesagt, solange der Kapitalismus besteht, bleibt auch die Ausbeutung der Frauen bestehen. Und an dieser Tatsache hat sich bis heute nichts geändert. Die Befreiung der Frau ist nur möglich, wenn eine Veränderung der Gesellschaftsordnung stattfindet, welche tiefreichend genug ist um die Ketten des Patriarchats zu sprengen. Denn ohne den revolutionären Klassenkampf gibt es keine wirkliche volle Frauenemanzipation, sowie es auch ohne eine Beteiligung der Frauen an diesem Kampf, keine erfolgreiche Revolution geben kann! Ohne eine Beteiligung der Frauen an dieser, gibt es keine Zerschmetterung des Kapitalismus, und somit auch keine sozialistische Neuschöpfung!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://vorneweg.pbworks.com/w/page/117984687/Feminismus%20%28Abgrenzung%29#_ftnref1">[1]</a> Das ist eine bestimmte Perspektive auf die Welt, in der man davon ausgeht, dass die Umgebung und das Sein aus uns das machen, was wir sind, weswegen sich auch Frauenbilder bspw. verändern. Also von unserer Oma wurde etwas anderes verlangt und sie vertritt teilweise andere Werte als wir und das hängt damit zusammen, dass wir in anderen Umständen leben und dass beeinflusst unser Denken.</p>
<p><a href="http://vorneweg.pbworks.com/w/page/117984687/Feminismus%20%28Abgrenzung%29#_ftnref2">[2]</a> Reproduktionsarbeit: Hausarbeit und Sorgearbeit, also Abwaschen und Kochen ebenso wie Kinderbetreuung oder Pflege von Alten und Kranken, aber gleichzeitig auch Erziehung, sie stellt die Reproduktion also den Erhalt der Arbeitskraft ebenso wie der Gesellschaft sicher (Mehr Infos findest du unter: <a href="https://kommunistischejugend.at/2012/09/lohn-vs-reproduktionsarbeit-im-kapitalismus/%29">https://kommunistischejugend.at/2012/09/lohn-vs-reproduktionsarbeit-im-kapitalismus/)</a>.</p>
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		<title>Editorial Vorneweg 2/2017</title>
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		<dc:creator><![CDATA[RedakteurIn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Aug 2017 14:03:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA["vorneweg" - unsere Bundeszeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
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					<description><![CDATA[Editorial Vorneweg 2/2017 Der Feminismus befindet sich schon seit Jahren in einer äußerst problematischen Lage: er wird zunehmend durch rechte Politik in die Ecke gedrängt und wird gleichzeitig als Mode(Begriff) auf T-Shirts gedruckt. Feminismus hat nicht seine große Strahlkraft eindeutig&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2017/08/editorial-vorneweg-2-2017/">Weiterlesen<span> Editorial Vorneweg 2/2017</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1><a href="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2018/08/vorneweg2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-4066" src="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2018/08/vorneweg2-213x300.jpg" alt="" width="213" height="300" srcset="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2018/08/vorneweg2-213x300.jpg 213w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2018/08/vorneweg2-768x1080.jpg 768w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2018/08/vorneweg2-728x1024.jpg 728w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2018/08/vorneweg2-800x1125.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px" /></a>Editorial Vorneweg 2/2017</h1>
<p>Der Feminismus befindet sich schon seit Jahren in einer äußerst problematischen Lage: er wird zunehmend durch rechte Politik in die Ecke gedrängt und wird gleichzeitig als Mode(Begriff) auf T-Shirts gedruckt. Feminismus hat nicht seine große Strahlkraft eindeutig aber den Politischen Biss eingebüßt. Der Feminismus scheint ein Wort geworden zu sein, mit dem die meisten nur billige Klischees, im besten Fall magere Forderungen wie Frauenquoten, verbinden können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Um dieses Problem zu verstehen, muss man festhalten, dass feministische , wie antifaschistische Politik, in ihrer Geschichte schon immer unterschiedliche politische Facetten repräsentiert hat. Unsere Geschichte als KommunistInnen zeigt, dass die Frauenfrage und deren Bearbeitung nicht nur symbolische sondern auch praktische Macht hat, wenn sie nämlich als fixer Bestandteil der ArbeiterInnenbewegung als Klassenkampf betrieben wird. Die proletarische Frauenbewegung gab sich mit Almosen und rechtlichen Zugeständnissen nicht zufrieden: wollte der Kampf um die Befreiung der Frau erfolgreich sein, musste sie die Lage der Frauen mitsamt der gesamten Gesellschaft fortschrittlich verändern. Diese Lehre gilt auch für den heutigen Kampf gegen Homo- und Transphobie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es grassieren nicht nur naive, sozialdemokratische Haltungen, sondern auch wirre Verschwörungstheorien unter immer mehr Jugendlichen. Sie tragen wesentlich dazu bei, dass unterdrückte Menschen sich gegen Phantome richten, während die tatsächlichen Feinde sich sicher fühlen können. Der proletarische Feminismus nimmt für sich dasselbe in Anspruch, wie die gesamte kommunistische Bewegung in Österreich: nämlich Illusionen zu sprengen, den Menschen aufzuzeigen, dass Veränderung in der Gesellschaft möglich und notwendig ist.  Was auch an den Vehältnissen in der Lohnarbeit und der Notwendigkeit von klassenkämpferischer Interessensvertretung in den Betrieben deutlich wird. Diese Veränderung und der Kampf aber bedarf ein richtiges Bewusstsein. In diesem Dienst stellt sich die streng klassenkämpferische aber unabhängige Zeitung &#8222;Vorneweg&#8220;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Euer Zeitungskollektiv</p>
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		<title>8. März: Lieber gleich berechtigt als später!</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2017/03/8-maerz-lieber-gleich-berechtigt-als-spaeter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RedakteurIn]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Mar 2017 12:02:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
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					<description><![CDATA[Es lebe der 8. März Internationaler Kampftag aller Frauen! Frauen verdienen bis zu 40 % weniger als Männer, sind Sexismus am Arbeitsplatz ausgesetzt und haben es oft schwer, einen Vollzeitjob zu finden. Besonders Arbeiterinnen, Lehrlinge und junge Mütter laufen so&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2017/03/8-maerz-lieber-gleich-berechtigt-als-spaeter/">Weiterlesen<span> 8. März: Lieber gleich berechtigt als später!</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-2717 size-medium" src="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2017/03/gleich-300x210.jpg" width="300" height="210" srcset="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2017/03/gleich-300x210.jpg 300w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2017/03/gleich-800x560.jpg 800w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2017/03/gleich-768x537.jpg 768w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2017/03/gleich-1024x716.jpg 1024w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2017/03/gleich.jpg 1748w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es lebe der 8. März</p>
<p>Internationaler Kampftag aller Frauen!</p>
<p>Frauen verdienen bis zu 40 % weniger als Männer, sind Sexismus am Arbeitsplatz ausgesetzt und haben es oft schwer, einen Vollzeitjob zu finden. Besonders Arbeiterinnen, Lehrlinge und junge Mütter laufen so Gefahr, in die Armut abzurutschen. Wir fordern Maßnahmen gegen Sexismus am Arbeitsplatz, gleichen Lohn für gleiche Arbeit, Arbeitszeitverkürzung und die faire Aufteilung von Haus- und Familienarbeit.</p>
<p>Wenn es um Flüchtlinge geht spielen sich die rechtsextremen und neoliberalen Eliten Europas als die neuen Beschützer der Frauen auf. Doch von Überwachung, Rassismus, Abschiebungen und staatlicher Gewalt gewinnen wir weder einen Cent mehr Lohn noch gesellschaftliche Anerkennung dazu. ÖVP, FPÖ und Krone interessieren sich nur für Frauen, wenn sie gegen Flüchtlinge hetzen können. Sie verschweigen aber, dass 75% der Gewaltfälle gegen Frauen im Familien-, Freunde- und Bekanntenkreis geschieht. Ihre frauen- und fremdenfeindliche Abschiebepolitik richtet sich aber auch gegen geflüchtete Frauen, die sie und ihre Familien in den Tod abschieben.</p>
<p>Sexismus, Frauenhass und kapitalistische Ausbeutung wird praktisch nie in den Medien thematisiert. Wir sind denen da oben nämlich egal, unser Leid wird höchstens für ihre Zwecke heuchlerisch ausgenutzt. Wir als KommunistInnen stellen uns gegen die kapitalistischen PolitikerInnen, die uns berauben und ausbeuten und gegen Sexisten, die körperliche und psychische Gewalt gegen Frauen androhen und anwenden. Wir, Männer und Frauen, kämpfen Seite an Seite für die Rechte der Frauen, egal aus welchen Ländern oder Schichten sie auch kommen.</p>
<p><strong>Kämpfen wir gemeinsam!</strong></p>
<p><strong>Für die Befreiung der Frau!</strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gleichberechtigung &#8211; weil ich es mir wert bin.</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2015/03/gleichberechtigung-weil-ich-es-mir-wert-bin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RedakteurIn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2015 11:53:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[Alltagsg&#8217;schichten Miriam H. sitzt mit ihrem Mann beim Abendessen und erklärt niedergeschlagen, dass sie heute gekündigt wurde. Ihr Mann klopft ihr auf die Schulter und meint überraschend unbesorgt: „Sieh&#8216; es doch positiv! Jetzt hast du endlich mehr Zeit für deine&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2015/03/gleichberechtigung-weil-ich-es-mir-wert-bin/">Weiterlesen<span> Gleichberechtigung &#8211; weil ich es mir wert bin.</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4 style="text-align: justify;"><a href="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2015/03/1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-2154 size-medium" src="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2015/03/1-300x288.jpg" alt="1" width="300" height="288" srcset="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2015/03/1-300x288.jpg 300w, https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2015/03/1.jpg 690w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Alltagsg&#8217;schichten</h4>
<p style="text-align: justify;">Miriam H. sitzt mit ihrem Mann beim Abendessen und erklärt niedergeschlagen, dass sie heute gekündigt wurde. Ihr Mann klopft ihr auf die Schulter und meint überraschend unbesorgt: „Sieh&#8216; es doch positiv! Jetzt hast du endlich mehr Zeit für deine Kinder und bleibst einfach zu Hause. Du hast ja schon lange genug eine Karriere gehabt. Ich verdiene sowieso für uns beide.“ Miriam denkt eine Jahr zurück, als ihr Mann arbeitslos war. Nie im Leben wäre ihr eingefallen ihn zum Vollzeit-Hausmann zu machen, wenn er doch eigentlich arbeiten wollte.</p>
<p style="text-align: justify;">Jelena B. ist alleinerziehende Mutter und arbeitet 20 Stunden als Verkäuferin. Eigentlich dachte sie, sie wäre auf diese Art flexibel und könnte Beruf und Kindererziehung leichter unter einen Hut bringen. Doch die Flexibilität hat vor allem Vorteile für ihren Chef. Sie muss einspringen, wann sie gebraucht wird, und das für einen Lohn der selten bis zum Monatsende und noch seltener für eine Kinderbetreuung reicht. Aufstiegschancen hat sie so gut wie keine. Als 20-Stunden-Kraft und Mutter steht sie auf der Beförderungsliste weit unten.</p>
<p style="text-align: justify;">Pınar K. hat die Pflichtschule endlich beendet und überlegt eine Lehre zur Tischlerin zu machen. Ihre Eltern raten ihr davon ab: „Werde doch Frisörin, das ist ein richtiger Beruf für Mädchen!“ Auf Pinars Hinweis, dass man in sogenannten „Mädchenberufen“ viel weniger verdiene, erwidern beide verdutzt: „Das ist doch normal&#8230; Was willst du denn dagegen tun?“</p>
<h4 style="text-align: justify;">Weniger Geld, weniger Macht. &#8230;weniger wert?</h4>
<p style="text-align: justify;">Männer und Frauen: Auf dem Papier gleichberechtigt, gibt’s in der Realität für Frauen ein 23,9% kleineres Bruttojahreseinkommen bei Vollzeitbeschäftigung. Und ein 40% kleineres, rechnet man noch die vorwiegend unfreiwillige Teilzeitbeschäftigung mit ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Warum überhaupt Teilzeit? Neben Hausarbeit und Kinder- sowie Angehörigenbetreuung bleibt nicht mehr viel Zeit fürs Geldverdienen. Dabei sind Frauen nicht die einzigen, die sich um einen Haushalt kümmern können. Ein Geschlecht ist nicht ausschlaggebend, ob jemand kochen oder Windel   wechseln kann. Dennoch ist die Rollenverteilung eindeutig: Mann verdient die Brötchen, Frau bestreicht in der Küche die Brötchen. Natürlich mit der Begründung ,,das war schon immer so und funktioniert doch gut.”</p>
<p style="text-align: justify;">Zudem werden Berufe, die mehrheitlich von Frauen ausgeübt werden, als weniger wert betrachtet. Diese Niedriglohnbranchen, wie Handel oder Gastronomie, sind ebenfalls ausschlaggebend für die niedrigeren Einkommen von Frauen. Berufe in den beiden oben genannten Branchen sind gemeinhin als „Frauenberufe“ bekannt und akzeptiert: Verkäuferin, Kellnerin, Friseurin aber auch die im Büro sitzende Sekretärin gehören dazu.</p>
<p style="text-align: justify;">Frauen sieht man weit weniger oft in Führungspositionen als Männer und obwohl man hier Gleichberechtigung bezüglich Lohn und Gehalt erwarten könnte, ist hier der Unterschied am größten.</p>
<p style="text-align: justify;">Die ökonomische Benachteiligung und die Rollenaufteilung sind aus einer menschlichen Sicht total unlogisch. Aus der Unternehmenssicht nicht: Es bringt Vorteile, wenn man eine Gruppe von Arbeitenden (Frauen) noch schlechter entlohnen kann, als man es ohnehin schon bei Männern tut.</p>
<h4 style="text-align: justify;">Wir fordern, was eigentlich selbstverständlich sein sollte:</h4>
<p style="text-align: justify;"><strong>Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Finanzielle Aufwertung und Gleichstellung von frauentyptischen Berufen!</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Flachendeckende Einrichtung kostenloser Kinderbetreuungsstätten mit passenden Öffnungszeiten!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Außerdem: Emanzipatorische, geschlechtssensible Erziehung in Kindergarten, Schule und Lehrausbildung sowie Einsparungsstopp und mehr Förderungen für Mädchen- bzw. Frauenberatungsstellen und für Frauenhäuser.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch das allein wird nicht die endgültige Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau bewirken. Der in Österreich stark geprägte Mutterkult, die Einteilung in „Frauen- und Männerberufe“ und andere Stereotype und   Rollenbilder: Sie sind werden uns von klein auf beigebracht und als akzeptabel gelehrt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Gleichstellung und Eingliederung von Frauen ins Arbeitsleben ist der erste und wichtigste Schritt, dieses Muster zu durchbrechen. Doch das eigentliche Ziel ist ein es, besseres Gehalt und bessere Lebensumstände für alle, das heißt, Frauen und Männer gleichermaßen zu erkämpfen. Das werden wir nur gemeinsam erreichen können!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Werde Teil der Generation Widerstand!</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mach mit bei uns und organisiere dich in der Gewerkschaft!</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Denn gemeinsam sind wir stärker!</strong></p>
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		<title>25. November &#8211; Tag gegen Gewalt an Frauen</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2014/11/25-november-tag-gegen-gewalt-an-frauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RedakteurIn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2014 06:29:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
		<category><![CDATA[Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[Der 25.11. ist der Tag gegen Gewalt an Frauen. Der ist dringend nötig, leider. Vor zwei Jahren, am selben Tag, wurden zwei Frauen in Wien und Niederösterreich von ihren Ehemännern ermordet. Tatsächlich vergeht in Österreich kaum ein Monat ohne Mord&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2014/11/25-november-tag-gegen-gewalt-an-frauen/">Weiterlesen<span> 25. November &#8211; Tag gegen Gewalt an Frauen</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2014/11/25-11-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-2103 size-medium" src="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2014/11/25-11-2-300x262.jpg" alt="25-11 (2)" width="300" height="262" /></a>Der 25.11. ist der Tag gegen Gewalt an Frauen. Der ist dringend nötig, leider. Vor zwei Jahren, am selben Tag, wurden zwei Frauen in Wien und Niederösterreich von ihren Ehemännern ermordet. Tatsächlich vergeht in Österreich kaum ein Monat ohne Mord an Frauen. Diese Verbrechen schaffen es dann auch, mediale Aufmerksamkeit zu erlangen, obwohl sie nur die Spitze des noch viel größeren Eisbergs sind. Häusliche Gewalt ist in Österreich weit verbreitet und findet in fast der Hälfte aller Familien einmal statt.</p>
<p style="text-align: justify;">Sehr gefährlich ist auch die verbale Gewalt gegen Frauen unter Jugendlichen. Ausdrücke wie „ Gehen wir heute Nacht Mädels vergewaltigen“ sind in der Tat im Wortschatz vieler vorhanden und verharmlosen die Misshandlung. Diese Sprüche sind bereits Praxis geworden, wie im Falle einer US-amerikanischen Schülerin, welche von mehreren Mitschülern misshandelt wurde und die Tat ins Internet gestellt wurde. Anstatt dass es von allen Seiten Empörung gibt, wird das Opfer von Vergewaltigungen vielerorts verpönt und als „selbst schuld“ bezeichnet. Das ist kein Phänomen am anderen Ende der Welt, sondern auch in Österreich ein Problem. So erzählen SanitäterInnen und ÄrztInnen von ihren haarsträubenden Erfahrungen: Wird an einem öffentlichen Ort eine bewusstlose Frau gefunden, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie angefasst, ausgezogen und fotografiert wird, höher, als dass die Rettung gerufen wird. Selbstverständlich ist das lebensgefährlich für die Bewusstlose oder Ohnmächtige!</p>
<p style="text-align: justify;">Experimente in Aufzügen und der U-Bahn haben ergeben, dass sich maximal ein Zehntel der Passanten einmischt, wenn ein Mann seine Freundin verbal und körperlich misshandelt. Der Rest dürfte viel zu beschäftigt mit seinem oder ihrem eigenen Problemen sein, komplett isoliert, sodass eine totale Entsolidarisierung das Ergebnis ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Warum also werden Frauen und Mädchen nicht nur in Familien, sondern von der ganzen Gesellschaft so geächtet wie es der Kirche vor gut 1000 Jahren gefallen hätte? Die Antwort ist ganz bestimmt nicht: weil die Menschheit schlecht ist. Die Schlechterstellung von Frauen ist ein Zeichen für den allgemeinen Zustand unserer Gesellschaft, welche geprägt ist durch Zukunftsängste, Zwänge, Armut. Als Frustventil braucht es nun eine Gruppe von Menschen, die man noch schlechter behandeln kann, als man ohnehin schon behandelt wird: Frauen, AusländerInnen, Behinderte, Homosexuelle. Menschenhass ist keine Eigenschaft, die per se in Menschen steckt, sondern bedingt wird durch ökonomisches und politisches Versagen, von eigenen Existenzängsten. Alles, was einem der Kapitalismus liefert in Form von Arbeitslosigkeit, Niedriglöhnen, Leistungsdruck, schlechte Schulausbildung und dem ganzen Mist.</p>
<p style="text-align: justify;">Unser Ziel sollte es sein, dem Kapitalismus die Stirn zu bieten und zu zeigen: wir sind solidarisch und respektvoll zu Frauen, kämpfen für ihre Rechte und gegen Gewalt. Wir lassen uns nicht spalten, denn es gilt weder Frauen, AusländerInnen oder sonst wen zu bekämpfen, sondern die Wurzel allen Übels: das System, in dem Menschen weniger wert sind als Geld.</p>
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		<title>Equal Pay Day 2014: von Gleichberechtigung keine Spur</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2014/10/equal-pay-day-2014-von-gleichberechtigung-keine-spur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[RedakteurIn]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Oct 2014 11:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frauenbefreiung]]></category>
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					<description><![CDATA[„Bund, Länder und Gemeinden bekennen sich zur tatsächlichen Gleichstellung von Mann und Frau“ heißt es in Artikel 7 Abs. 2 des Bundesverfassungsgesetzes und tatsächlich konnte dank der Frauenbewegung die Lebenssituation von Frauen im 20. Jahrhundert verbessert werden. Von tatsächlicher Gleichberechtigung&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2014/10/equal-pay-day-2014-von-gleichberechtigung-keine-spur/">Weiterlesen<span> Equal Pay Day 2014: von Gleichberechtigung keine Spur</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em><a href="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2014/10/epd.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-2069 size-medium" src="https://kommunistischejugend.at/wp-content/uploads/2014/10/epd-300x300.jpg" alt="epd" width="300" height="300" /></a>„Bund, Länder und Gemeinden bekennen sich zur tatsächlichen Gleichstellung von Mann und Frau“ heißt es in Artikel 7 Abs. 2 des Bundesverfassungsgesetzes und tatsächlich konnte dank der Frauenbewegung die Lebenssituation von Frauen im 20. Jahrhundert verbessert werden. Von tatsächlicher Gleichberechtigung sind wir aber immer noch meilenweit entfernt.</em></p>
<h4 style="text-align: justify;">Equal Pay Day</h4>
<p style="text-align: justify;">Der 10. Oktober ist dieses Jahr der Equal Pay Day. Er markiert den Tag im Jahr, ab dem Frauen aufgrund ihres &#8211; über den Jahresschnitt gerechneten &#8211; niedrigen Einkommens gratis arbeiten gehen. Grundlage für die Berechnung sind die durchschnittlichen Gehälter von Vollzeitbeschäftigten, welche auf zwölf Monate hochgerechnet und verglichen werden.</p>
<h4 style="text-align: justify;">Weniger Lohn, weniger Perspektiven</h4>
<p style="text-align: justify;">Frauen werden in vielerlei Hinsicht diskriminiert. Sie verdienen fast ein Viertel weniger als Männer. Fraueneinkommen steigen langsamer, der Lebensstandard von Frauen und Mädchen in Österreich liegt weit unter jenem der Männer. Gravierend wirkt sich aus, dass sogenannte „frauentypische Berufe“ deutlich schlechter bezahlt sind. Das fängt schon bei der Lehre an, setzt sich später fort: Berufsgruppen, in denen deutlich mehr Frauen vertreten sind (Einzelhandel, Pflege, Kinderbetreuung, etc.) sind spürbar schlechter bezahlt. Hinzu kommt, dass fast die Hälfte aller Frauen Teilzeit arbeitet. Die Folge: Deutlich geringerer Verdienst, weniger Aufstiegschancen, Überstunden werden nicht dementsprechend bezahlt, letztlich weniger Pension. Obwohl Frauen durch Arbeit eine gewisse ökonomische Unabhängigkeit erreichen können, sind sie von der doppelten Ausbeutung betroffen: denn einerseits ist es meist die Frau, welche die Hausarbeit erledigt.</p>
<h4 style="text-align: justify;">Kampf ums Ganze</h4>
<p style="text-align: justify;">Sexismus ist tief in unserer Gesellschaft verwurzelt. Nur zu gut können wir uns an die Sommerlochdebatte 2014 um die Bundeshymne erinnern, als es für viele offenbar gleichzeitig möglich war, sich für die eigene „Toleranz” von aller Welt für Conchita Wurst abfeiern zu lassen, nur um wenig später dem selbsternannten Vorkämpfer gegen den &#8222;Genderwahn&#8220; und Schlagerdeppen Andreas Galabier zuzujubeln. Sexismus diente schon immer dazu, die Masse der Menschen zu spalten, die Geschlechter gegeneinander auszuspielen, in kleine Gruppen zu teilen und damit unter Kontrolle zu halten. Wer die Frau an der kurzen Leine hält, kann dies genauso mit dem Mann anstellen. So ist der Kampf um die Befreiung der Frau gleichzeitig ein Kampf für eine andere Gesellschaft, ohne Leinen und Ketten.</p>
<p style="text-align: justify;">Unsere Orientierung ist daher: alles, was die Frauenfrage vorantreibt, was den Frauen Selbstbewusstsein vermittelt, ihre rechtliche, soziale und politische Stellung stärkt, all das gehört vorangetrieben. Klassenkampf und Kampf für die Frauenbefreiung gehören für uns zusammen. Von arbeitenden Frauen und Mädchen weit entfernte, abgehobene Debatten wie jene nach Frauenquoten in Aufsichtsräten kapitalistischer Konzerne sind unsere Sache hingegen nicht. Für uns ist die Befreiung der Frau untrennbar mit der Frage nach einer Gesellschaft verbunden, die gänzlich frei von Ausbeutung ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Für die gezielte Förderung und Weiterbildung!</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Für wirksame Gesetze gegen Sexismus, geschlechter- und herkunftsspezifische Diskriminierung &amp; Unterdrückung in der Arbeitswelt und im Alltag!</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Für die Vergesellschaftung der Reproduktionsarbeit, für kostenlose Angebote öffentlicher Einrichtungen!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
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