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	<title>Redakteur &#8211; Kommunistische Jugend Österreichs (KJÖ)</title>
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		<title>Über den Wolken….</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2021/09/ueber-den-wolken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redakteur]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Sep 2021 08:12:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[muss der „freie Markt“ wohl grenzenlos sein. Das dürften sich viele der reichsten Männer der Welt erhoffen, denn nicht nur Elon Musk mit seinem berühmt-berüchtigten SpaceX Programm wettert eifrig um die Vorherrschaft im Weltall. Eines sei jedoch gewiss: Die Normalsterblichen&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2021/09/ueber-den-wolken/">Weiterlesen<span> Über den Wolken….</span></a>]]></description>
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<p>muss der „freie Markt“ wohl grenzenlos sein. Das dürften sich viele der reichsten Männer der Welt erhoffen, denn nicht nur Elon Musk mit seinem berühmt-berüchtigten SpaceX Programm wettert eifrig um die Vorherrschaft im Weltall. Eines sei jedoch gewiss: Die Normalsterblichen (und Nicht-Multimilliardäre) werden dabei durch die Finger schauen.<br><br>Alle Jahre wieder ist es so weit. Es findet ein Raketenstart des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX statt, man kann es im Livestream verfolgen. Spannender noch als der Start ist die Landung. Klappt sie oder fliegt alles in die Luft? Eine zentrale Frage, wenn es um die Kolonialisierung des Weltraumes geht. Elon Musk, CEO des Unternehmens, macht keinen Hehl daraus, was das Ziel des Projektes ist: die Kolonialisierung des Mars. Zum einen mag es ein Egotrip Musks sein, etwas zu schaffen, das bis jetzt nicht möglich war. Wobei, eine erfolgreiche bemannte Marslandung wäre nicht der Erfolg des Unternehmens, sondern der der IngenieurInnen und AstronomInnen. Zum anderen fallen mit grosser Häufigkeit die Begriffe „Weltraumtourismus“ und „Ressourcen“. Wäre auch kaum zu glauben, dass jemand wie Musk- der gerne einen Militärputsch in Bolivien in Kauf für billiges Lithium genommen hat- aus selbstlosem Forscherdrang handelt.<br>Gesellschaft in der Welt der privaten Raumfahrt bekommt Musk durch Amazon Gründer Jeff Bezos. Die beiden teilen sich nicht nur abwechselnd den Titel „reichster Mann der Welt“, sondern auch ihre extraterrestrischen Expansions- und Kolonialisierungspläne. Nachdem Bezos angekündigt hat, sich aus den Geschäften von Amazon zurückzuziehen, kann er sich voll und ganz seinem Raumfahrtsunternehmung Blue Origin widmen um im „space-race“ voranzukommen- und dem Ziel, es auch zu gewinnen? Überlegt man sich, welche Methoden bei Amazon angewendet werden, um Beschäftigte zu überwachen, unterdrücken und mundtot zu machen, klingen die Weltraumprojekte á la Bezos weniger berauschend. Ein Unternehmen, welches die Macht besitzt, ganze Landstriche in den USA undemokratisch und diktatorisch zu kontrollieren, wird auch im Weltall keine bessere Welt aufbauen wollen. Während sich Elon Musk weiterhin als eifriger Visionär präsentieren möchte, heisst es von Bezos ganz direkt: „Uns geht auf der Erde bald die Energie aus. Was geschieht, wenn unbegrenzte Nachfrage auf endliche Ressourcen trifft?“. Eine berechtigte Frage, die er in durch und durch kapitalistischer Manier beantworten will, nämlich mit Weltraumkolonien. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung wird davon leer ausgehen. Ähnlich wie es in Sci-Fi Serien und Filmen wie „The Expanse“ oder „Illysium“ dargestellt wird, würde die menschengemachte Expansion auf Grundlage privater Kapitalinteressen zu einer noch grösseren Ungleichheit führen. Auch wenn diese Pläne der grossen „Tech-Daddies“ derzeit utopisch sind- sie werden nicht diejenigen sein, die sich unter rauen Bedingungen in Asteroidenmienen die Finger schmutzig machen werden.<br>Jeff Bezos Aussage über die Begrenzung der Ressourcen hat einen weiteren Haken. Wenn er von Wachstum spricht, dann meint er in Wahrheit die Vermehrung von Kapital und die Ausbreitung seines Einflusses auf der Erde (und im Weltall). Eine vernünftige Gesellschaft, die sich an den Bedürfnissen der Mehrheit anstelle der Minderheit orientiert, ginge auch nachsichtiger und sorgfältiger mit Ressourcen um. Anders formuliert, würden die Menschen, egal von welchem Land, tatsächlich demokratisch über ihre natürlichen Rohstoffe und Energiequellen entscheiden können, würden sie nicht alles beim Fenster hinauswerfen, nur damit ein Jeff Bezos reichster Mann der Welt werden konnte. Der Unmut über „zu viel Zeugs“ äussert sich bei vielen Leuten durch Konsumkritik. Der Kern der Sache ist aber: es wird nicht zu viel konsumiert, es wird zu viel und zu unverhältnismässig produziert. Wodurch überhaupt ein Schlamassel von Ressourcenmangel entstehen konnte und die wirtschaftliche Elite solch stümperhafte Lösungsvorschläge wie jene von Jeff Bezos hervorbringt.<br><br>Ist die Expansion ins Weltall und auf andere Planeten nun gar keine Option mehr? Doch! Raumfahrttechnik und Weltraumforschung hat eine lange Tradition. So ist es der Sowjetunion 1961 mit dem Raumschiff Wostok1 gelungen, Juri Gagarin als ersten Menschen ins Weltall zu befördern. Wissensdrang und Forschergeist sind per se gute Dinge, doch hängt es stark davon ab, in was für einer Gesellschaft wird leben. Das damalige „space-race“ zwischen UDSSR und USA hatte einen grossen Unterschied zum heutigen: es war öffentlich-staatlich. Zum einen, auch wenn staatlich nicht zwangsläufig demokratisch bedeutet, führte es zu einer allumfassenderen Begeisterung an Forschung in breiten Teilen der Bevölkerung. Die erste bemannte Mondlandung der USA war ein grosser Erfolg für die Wissenschaft und Technik genauso wie die erste sowjetische Sondenlandung und Videoaufnahme auf der Venus. Zum anderen: es standen viel mehr materielle Mittel, sprich: Geld, zur Verfügung.<br>Im Verhältnis zu den grossen Erfolgen der Raumfahrt in den 60er-, 70er- und 80er-Jahre schauen die Erfolge der vergangenen Jahrzehnten eher schmächtig aus. Seit gut einem Viertel Jahrhundert werden konkrete Pläne zur bemannten Marsmission geschmiedet, bis jetzt erfolglos. Sind die technischen Möglichkeiten wirklich an ihre Grenzen geraten oder gibt es andere Gründe für die Stagnation? Ein „race“ lässt sich nur gewinnen, wenn es mindestens zwei ebenbürtige Kontrahenten gibt. Die Sowjetunion ist Vergangenheit und somit auch die Motivation der USA, öffentliche Gelder in Raumfahrt zu stecken. Die US-amerikanische zivile Weltraumgesellschaft NASA erhält mit ihrem jährlichen Budget von 20-30 Mrd. Dollar weniger als ein Zehntel des US Militärs. Sie vergibt sogar Aufträge an externe private Unternehmen, wie etwa SpaceX.<br>Mit Kriegen und militärischen Interventionen will man sich die noch vorhandenen Ressourcen auf diesem Planeten sichern und für die Zukunft der Rohstoffversorgung lässt man willige Weltraumkolonialisten an ihren Experimenten basteln; eine win-win-Situation ganz im Sinne der Kapitalisten. Eine denkbar schlechte Voraussetzung für erfolgreiche (bemannte) Missionen im Namen der menschlichen Zivilisation.</p>
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		<title>Die Wa(h)re Liebe – Vom Verhältnis zwischen Liebe und Kapital</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2021/09/die-wahre-liebe-vom-verhaeltnis-zwischen-liebe-und-kapital/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redakteur]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Sep 2021 08:11:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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<p>Dass sich Liebeskummer nicht lohnt, wissen wir alle spätestens seit es uns Siw Malmkvist vorgeträllert hat. Und trotzdem ist ihm noch kaum ein Mensch entkommen. Doch warum ist das eigentlich so, wenn es doch so schade um die Tränen in der Nacht ist? Und was hat eigentlich der Neoliberalismus damit zu tun?</p>



<p>Der französische Schriftsteller Jean Anouilh hat einmal gesagt „Die Liebe: auch ein Problem das Marx nicht gelöst hat“. Naja, mag sein, dass uns auch der Kommunismus nicht gänzlich vom unglücklich Verliebtsein befreien wird. Dass der Kapitalismus auch diesen Aspekt des Lebens nicht besser macht, kann man Marx aber doch abgewinnen. Das mit der Liebe und dem Kapitalismus, das ist nämlich so – wie soll man das am besten beschreiben – widersprüchlich ist das.</p>



<p><strong>Von der Kommerzialisierung der Romantik oder wenn die Liebe zur Ware wird</strong></p>



<p>Dieser Widerspruch zwischen Kapitalismus und Liebe zeigt sich bereits darin, dass der Kapitalismus „kalt“, rationalistisch, auf Leistungsprinzip und Konkurrenz basierend, dem Profitinteresse unterliegt und den Menschen auf den Wert seiner Arbeitskraft reduziert. Wie geht sich das aus mit dem Konzept der Liebe, das auf Intimität und Loyalität, auf „Wärme“ fußt &#8211; darauf für den anderen da zu sein, ungeachtet seiner vermeintlichen „Leistung“?</p>



<p>Im Kapitalismus entfremdet sich der Mensch von dem Produkt seiner Arbeit, vom Arbeitsprozess und in weiterer Folge nicht nur von sich selbst, sondern auch von seinen Mitmenschen. Unter diesen Bedingungen sind, wie Marx schreibt, die Möglichkeiten zu „menschlichem“ Arbeiten, Leben und Lieben kaum gegeben.</p>



<p>Was das in der Praxis der Liebe bedeutet, zeigt sich beispielsweise im gegenwärtigen Gebrauch von Dating-Apps. Welcher Single kennt es nicht? Auf Tinder gefühlt stundenlang nach links zu swipen und dann erst recht das Smartphone wieder wegzulegen, weil das Angebot nicht zufriedenstellend scheint oder es eigentlich doch nur ein wenig dem Zeitvertreib dient. Ist wie ein bisschen bummeln gehen, aber dann doch nichts kaufen. Während man seinen Blick recht kritisch über die Auslagen streifen lässt, liegt man auf Tinder&amp;Co aber gleichzeitig selbst auf dem Präsentierteller. Die Liebe und dabei auch die Liebenden selbst werden zur Ware degradiert. Allein der Begriff “Partnerbörse” &#8211; zugegebenermaßen nicht gerade das „Jugendwort des Jahres“ – zeigt das bereits. Um sich selbst nun auf diesem Liebesmarkt zu verkaufen, muss man sich natürlich dafür fit machen, um den eigenen Wert zu steigern, sich eben auch wirklich gut zu verkaufen – mit Pumpen, Yoga, sexy Urlaubsfotos, dem Traumjob und am besten auch Therapie. Wichtig ist es also, zuerst die vermeintlich beste Version unserer Selbst zu werden, um dann auch unsere/n bestmöglichen PartnerIn zu finden. An diese/n haben wir dann den Anspruch, ausschließlich positives zu unserem Leben beizutragen. Er soll uns ja auf unserem Weg zur Selbstverwirklichung und Selbstoptimierung unter keinen Umständen behindern und unserem ausgeprägten Drang nach Autonomie darf er oder sie auch auf keinen Fall im Wege stehen. Bei Nicht-Erfüllung dieser Auflagen besteht jederzeit die Option ihn oder sie wieder abzuwählen. Denn Waren sind austauschbar – und das Angebot ist groß. Es besteht ja keine Notwendigkeit, eine Liebesbeziehung weiter zu verfolgen, wenn sie uns gerade nicht mehr dienlich erscheint. Zurück bleibt ein gebrochenes Herz, das Gefühl des Scheiterns und ein gekränktes Selbstwertgefühl. Dann heißt es wieder aufspringen auf den Selbstoptimierungszug bis man bereit ist für den nächsten Anlauf.</p>



<p><strong>Was erwarten wir uns von der Liebe?</strong></p>



<p>Dass wir uns so schwer tun mit der Liebe hat viele Ursachen. Eine zentrales Problemfeld eröffnet aber mit Sicherheit die Frage wozu wir heute eigentlich Liebesbeziehungen eingehen und was wir uns denn von ihnen erwarten. Historisch betrachtet hatten Ehen immer auch einen praktischen und ökonomischen Zweck, die Hetero-Ehe war über Jahrhunderte hinweg eine feste Institution – quasi Standard. Und in der Partnerwahl war man zusätzlich auch eingeschränkter. Ein anderes soziales Milieu oder unterschiedliche religiöse Zugehörigkeiten galten die längste Zeit als Ausschlusskriterium &#8211; wenn man denn überhaupt so frei war, den Partner selbst zu wählen und eine „Liebesehe“ einzugehen. Heute gilt das Credo „Folge deinem Herzen“. Das kann aber schnell in die eine oder andere Richtung ausschlagen. Die Frage, ob diese dann die richtige ist, stellt sich halt und wo man dann damit hin will, ist ja auch nicht so klar. Für die Generation unserer Eltern war der erstrebenswerte Weg in Sachen Beziehungen noch recht klar vorgegeben: PartnerIn finden, Kredit aufnehmen, Häuserl bauen und Kinder kriegen. Der Hund war nicht obligat, Katze oder Meerschweinderl standen alternativ zur Wahl (vorausgesetzt niemand hat eine Allergie). Was bei denen im Unterschied zu den Großeltern dazugekommen ist, ist, dass die Scheidungsanwälte auf einmal auf dem Vormarsch waren. Der Großteil der Frauen der Boomer-Generation sind neben der Verantwortung für die Hausarbeit und die Kindererziehung jetzt schließlich auch Teilzeit beschäftigt. Die sogenannten „Karrierefrauen“ sogar Vollzeit dabei.</p>



<p>Wir Millenials und Angehörige der Gen-Z haben da nicht so genaue Vorgaben, wie das mit den Beziehungen und der Liebe eigentlich ausschauen soll. Einen stattlichen Mann finden, diesen heiraten, Kinder kriegen, Hausbauen und dann in Teilzeit gehen ist heute wohl seltener die Antwort auf die Frage, was man sich so wünscht vom Leben. Niemand hat die Absicht zu behaupten, dass unsere Eltern in ihren Beziehungen glücklicher waren als wir. Die Unklarheit darüber, was wir uns von romantischen Beziehungen erwarten, führt aber doch zu einer gewissen Orientierungslosigkeit &#8211; vor allem, wenn es zusätzlich um Jobaussichten schlecht steht, sich Unsicherheiten bezüglich der Sicherung unserer Existenz breit machen und die einzige Orientierung, die uns gegeben wird, das ständige Streben nach Selbstverwirklichung und Selbstoptimierung ist. Das führt zwangsläufig auch bezüglich der Vorstellungen in Liebesdingen zu Befangenheiten. Wo wollen wir hin mit einer Beziehung? Wollen wir überhaupt eine? Soll die dann monogam sein? Wer ist dann für uns der beste Partner, wenn die Auswahl doch so groß ist? Kann ich jemandem Treue versprechen, wenn ich selbst nicht weiß wohin mit mir? Wärs nicht g‘scheiter, einfach allein ein Kind zu bekommen, bevor ich mir einen Mann auch noch antu? Wenn wir uns für jemanden entscheiden, sehen wir auch keinen Grund bei der Entscheidung zu bleiben, wenn er oder sie uns dann doch einmal auf die Nerven geht.</p>



<p>„<strong>Es liegt nicht an dir“</strong></p>



<p>Mein Mitgefühl gilt an dieser Stelle all jenen, die diesen Satz in der unglücklichen Situation des „stehen gelassen Werdens“ schon einmal gehört haben. Meistens folgt darauf „sondern an mir“ und fast immer sucht man den Fehler dann aber doch bei einem selbst. Ich möchte an diesem Punkt festhalten: Es liegt wahrscheinlich wirklich nicht an dir. Die Auswüchse des Neoliberalismus, die auch vor unseren intimen und sexuellen Beziehungen keinen Halt machen, bieten keine gute Grundlage dafür, zu lieben und geliebt zu werden. Wenn die Liebe als Leistungssport begriffen wird, bei dem der Fokus darauf liegt, unseren eigenen Wert zu beweisen und den des anderen für uns zu bemessen, dann kann man davon ausgehen, dass es nicht an dir liegt und daran, dass du den Zahnpastadeckel nie zuschraubst oder dich zu wenig für UK Garage begeisterst. Wenn das Deutungsangebot so breit, das finanzielle Auskommen so unsicher und die Orientierungslosigkeit so groß ist, haut das mit der Liebe auch nicht so leicht hin. In einer unliebsamen Gesellschaft ist es schwer möglich, die Liebe zu sich Selbst und anderen zu finden, denn wenn es in der Liebe mehr ums Geben statt ums Nehmen gehen soll, fällt das schwer, wenn man nicht viel zu geben hat. Zu beschreiben, wie die Beste aller Formen eine Beziehung zu führen und zu lieben aussieht, ob man ihre lebenslange Dauer erzwingen muss, ob sie monogam oder offen gehalten werden sollte, liegt nicht in meinem Ermessen. Ich kann nur so weit gehen festzuhalten, dass auch die Liebe und Beziehungen Teil der sozialen Frage sind. Die Zukunft der Liebe müssen wir wohl darin sehen, zu erkennen, dass sie über unsere intimen Beziehungen und den Drang nach individueller Selbstverwirklichung hinausreichen muss, um die gesellschaftlichen Verhältnisse so weit zu verändern, dass unsere Grundbedürfnisse gedeckt sind, damit die Liebe und wie wir sie leben keinen ökonomischen Zwängen unterworfen ist und Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern der Geschichte angehören, sodass wir uns auf Augenhöhe begegnen, sie genießen und in ihr aufgehen können.</p>
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		<title>Unterm Rad</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2021/09/unterm-rad/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redakteur]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Sep 2021 08:06:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[In der Zukunft der Arbeitswelt zeichnet sich zusehends ein Bild der verstärkten Prekarisierung ab. Immer mehr Unternehmen und Konzerne versuchen sich die zunehmend angespannte soziale Lage vieler Menschen in der Gesellschaft zunutze zu machen, indem sie lang erkämpfte Arbeitsrechte auf&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2021/09/unterm-rad/">Weiterlesen<span> Unterm Rad</span></a>]]></description>
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<p><em>In der Zukunft der Arbeitswelt zeichnet sich zusehends ein Bild der verstärkten Prekarisierung ab. Immer mehr Unternehmen und Konzerne versuchen sich die zunehmend angespannte soziale Lage vieler Menschen in der Gesellschaft zunutze zu machen, indem sie lang erkämpfte Arbeitsrechte auf verschiedene Art und Weise aushöhlen. Resultate davon sind oft Unterbezahlung, unbezahlte Krankenstände oder kein Recht auf bezahlten Urlaub. Einer dieser ist der deutsche Konzern „Delivery Hero“ – hierzulande wohl besser bekannt als der Lieferdienst „Mjam“, der einen Großteil seiner MitarbeiterInnen als sogenannte „freie Dienstnehmer“ beschäftigt. Unser Redakteur hat sich angeschaut, was es damit auf sich hat und wie sich diese Beschäftigungsverhältnisse allgemein auf die Arbeitswelt auswirken.</em></p>



<p>Es ist elf Uhr vormittags und Kiri fährt mit seinem Fahrrad zu einer Pizzeria im zweiten Wiener Gemeindebezirk. Von dort soll er so schnell wie möglich eine von tausenden Essensbestellungen ausliefern, die Tag für Tag in Wien über Online-Lieferdienste aufgegeben werden. Einer dieser Lieferdienste ist <em>Mjam</em> – Tochterunternehmen des deutschen Mutterkonzerns <em>Delivery Hero</em> – für den der 35-jährige seit Dezember auf seinem Fahrrad mit dem grünen Rucksack wöchentlich rund zwei Mal Essen ausliefert, um sich seinen Lebensunterhalt mitzufinanzieren. Zu Kiris Arbeitsmitteln als Lieferbote gehören Fahrrad, Rucksack und ein Smartphone, über das er die zu erledigenden Aufträge erhält – sein Arbeitsplatz ist die Stadt. Es ist Mitte März und der Frühling scheint die kalten Wintermonate im Großen und Ganzen abgelöst zu haben, worüber Kiri erleichtert ist, denn im Winter gebe es allerdings viele Tage, an denen die niedrigen Außentemperaturen das Arbeiten erschweren: „Wenn’s draußen so kalt ist wie so oft in den letzten Monaten, fahre ich maximal drei Stunden, weil ich‘s länger nicht aushalte.“, sagt er.</p>



<p>Den Rucksack und die Winterjacke muss er sich vom Unternehmen gegen eine Kaution ausleihen. Fahrrad und Smartphone sind in Kiris Privatbesitz, denn vonseiten <em>Mjam</em>’s werden ihm weder-noch zur Verfügung gestellt. Ist eines davon also kaputt, muss er sich selbstständig um die Reparatur und ihre Kosten kümmern, andernfalls kann er nicht arbeiten gehen und somit auch kein Geld verdienen. Seinen Chef kennt Kiri nicht, nur die App auf seinem Smartphone, über die er die Aufträge erhält.</p>



<p><strong>(Un-)Freie Dienstnehmerschaft</strong></p>



<p>Wie 90 Prozent aller <em>Mjam</em>-LieferbotInnen – allein in Wien sind das insgesamt rund 800 Personen – ist auch Kiri Freier Dienstnehmer. Als solcher hat er keinen fixen Stundenlohn, keinen Anspruch auf bezahlten Krankenstand und keine Mitspracherechte im Betrieb. Für jede Lieferung kriegt er 3,24 Euro plus 38 Cent je Kilometer – wobei letzteres pauschal ausgezahlt wird. Das heißt, dass <em>Mjam</em> für jede Fahrt nur maximal zwei Kilometer, also 76 Cent an Kilometergeld, auszahlt – und zwar unabhängig von der tatsächlichen Distanz. Die Anfahrt zum Restaurant spielt dabei keine Rolle. Wie viel man verdient, hängt also insbesondere davon ab, wie viele Lieferungen man in der Stunde schafft. Einen Urlaubsanspruch oder gar Urlaubs- und Weihnachtsgeld gibt es für die <em>Mjam</em>-FahrradbotInnen nicht.</p>



<p>Für Adele Siegl, seit 2017 <em>Mjam</em>-Betriebsrätin in Österreich, ist klar, dass es das System dieser freien Dienstnehmerschaft aufzubrechen gilt – das bei konkurrierenden Lieferdiensten zum Teil längst schon von üblichen Angestelltenverhältnissen abgelöst wurde. „Wir alle sollten dieselben Rechte haben – wir machen schließlich auch alle denselben Job.“, meint sie. FahrradbotInnen verschiedenster Lieferdienste haben sich daher im <em>Riders Collective </em>zusammengeschlossen, um genau dafür einzustehen. Ihre Forderungen: Ein fixer Stundenlohn von 9,50 Euro, volle Entgeltzahlung im Krankenstandfall und echte Mitsprache im Betrieb – insbesondere aber die Aufnahme von freien Dienstnehmern wie Kiri in den bestehenden Kollektivvertrag. Organisiert sind die FahrerInnen in WhatsApp-Gruppen, mit diesem Frühjahr wurden bereits erste Protestaktionen und Kundgebungen abgehalten.</p>



<p><strong>Wertschöpfung statt Wertschätzung</strong></p>



<p>Der von Deutschland aus agierende <em>Mjam</em>-CEO Artur Schreiber hält von den Ambitionen und Interessen der FahrradbotInnen reichlich wenig, wie es scheint. So sprach er in einem Interview im Februar dieses Jahres davon, dass er die Notwendigkeit der Forderungen des <em>Riders Collective </em>nicht erkennen kann, da es sich beim Lieferdienst-Geschäft um einen „Niedriglohnsektor“ handle, der keine qualifizierte Ausbildung erfordere, beziehungsweise „die einzige Voraussetzung für den Job“ sei, radeln zu können. Für Adele Siegl ist diese Sichtweise ihres Chefs nicht nur fragwürdig, sondern reichlich brisant – insbesondere im Kontext der Corona-Krise und der vielbeschworenen ‚systemrelevanten‘ Rolle der Essens-ZustellerInnen. „Übersetzt heißt das, dass ArbeitnehmerInnen im Niedriglohnsektor und in Jobs, die keine große Qualifikation erfordern, eh kein Arbeitsrecht brauchen. Wenn man das so weiterspinnt, landen wir bald in der Sklaverei.“, stellt Adele fest. Außerdem spricht CEO Schreiber davon, dass die Einführung eines Mindestlohns und arbeitsrechtlicher Absicherungen für die FahrradbotInnen aus ökonomischer Sicht den „Tod der Branche“ bedeuten würde – was vor dem Hintergrund der seit der Corona-Krise bestehenden Profitzuwächse des <em>Mjam</em>-Konzerns besonders zynisch erscheint. Denn wo der <em>Delivery Hero</em>-Konzern 2019 noch 1,24 Milliarden Euro an Umsatz erwirtschaftete, sollen sich ebendiese Gewinnzahlen Schätzungen zufolge im Jahr 2020 verdreifacht haben. Die Betriebsrätin lässt die Darstellung des CEOs daher nicht gelten: „Wenn sie sagen: „<em>Das können wir uns nicht leisten!</em>“, dann sagen sie eigentlich: „<em>Das behindert unser Wachstum!</em>“ Darin eine Ungerechtigkeit zu orten, liegt auf der Hand: Während <em>Delivery Hero </em>auf der einen Seite zu den ‚Krisengewinnern‘ zählt, werden den MitarbeiterInnen auf der anderen Seite nicht einmal die grundsätzlichsten Arbeitsrechte zugestanden. Umso entschlossener zeigt sich Adele darin, gegen diese Entwicklung aufzustehen und sich dagegen zu organisieren – und zwar auch weiterhin gemeinsam mit allen FahrradbotInnen.</p>



<p><strong>Freiheit als Farce</strong></p>



<p>Vonseiten der Chefetagen wird den LieferbotInnen ebendiese Organisierung naturgemäß nicht leicht gemacht. So war etwa der endgültige Anlass zur Betriebsratsgründung Ende 2016 überhaupt erst, dass– als der Unmut in der Belegschaft bereits wuchs – bestehende Räume zum Austausch untereinander aufgelöst und den FahrerInnen damit weggenommen wurden: Einerseits wurden dazu bestehende Chatgruppen in mehrere kleine aufgesplittet, um etwaigen Absprachen vorzubeugen und die Kommunikation zu erschweren, und andererseits wurde die sogenannte ‚Garage‘ geschlossen, in der die FahrerInnen bis damals ihren Dienst antraten und beendeten – wodurch der einzige Ort zum direkten persönlichen Gespräch von nun an nicht mehr existierte.</p>



<p>Aber auch auf anderen Ebenen wird versucht, einen Keil in die gemeinsamen Interessen der FahrradbotInnen zu treiben. Anders, als es der Begriff des „freien Dienstnehmers“ vermuten lässt, existiert eine tatsächliche Wahlfreiheit und Flexibilität in der Realität nur am Papier. Die App, über die die LieferbotInnen ihre Zustellaufträge erhalten und via GPS getrackt werden, erstellt nämlich zudem ‚Rankings‘, in denen die Arbeit der FahrradbotInnen gespeichert, ausgewertet und rangiert wird: Wer zum Beispiel seine Schichten genau einhält oder mehr Aufträge als der Durchschnitt erfüllt, wird bei der Diensteinteilung bevorzugt. Die Konsequenz aus solchen ‚Rankings‘ ist einerseits, dass sich die <em>Mjam</em>-FahrerInnen in einem Konkurrenz-Verhältnis zueinander um die besten Schichten wiederfinden. Andererseits führt ein solches System zu einem größeren Druck auf der Straße, um so viele Aufträge wie möglich abzuschließen – wonach sich ja schließlich auch die Bezahlung richtet. Für Adele ist insbesondere letzteres fahrlässig, da man unter Druck auf dem Fahrrad im oft dichten Straßenverkehr sich selbst, sowie die direkte Umgebung einer Gefahr aussetzt.</p>



<p>Dass <em>Mjam</em> mit solchen prekären Arbeitsverhältnissen überhaupt in der Lage ist, genügend Angestellte zu finden, liegt nicht zuletzt an den gesamtgesellschaftlich steigenden Arbeitslosenzahlen. Denn durch den steigenden Überschuss an Arbeitslosen ergibt es sich, dass sich die <em>Mjam</em>-FahrerInnen Sorgen machen müssen, ersetzt zu werden, wenn sie sich wehren – Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt gibt es schließlich genug. Die besonders in der Krise angespannte soziale Situation wird von dem <em>Mjam</em>-Konzern also inmitten der globalen Wirtschaftskrise schamlos missbraucht. Die Kosten dafür tragen dabei sowohl die <em>Mjam</em>-FahrradbotInnen direkt, als auch indirekt die gesamte Gesellschaft, indem die zunehmend prekäre Lage der breiten Mehrheit der Bevölkerung von einzelnen wenigen großen Unternehmen für ihre Profitinteressen ausgenutzt und damit auch zusätzlich verstärkt wird.</p>



<p>Für den 35-jährigen Fahrradboten Kiri sind diese oft ärgerlichen Umstände, mit denen er in seiner Arbeit als Fahrradbote konfrontiert wird, glücklicherweise eh bald kein Thema mehr, wie er sagt. Denn seit März macht er eine Ausbildung zum Rettungssanitäter, mit der er wohl ab Juni als solcher auch den Job wechseln wird. Zwar ist er – so wie die meisten anderen FahrradbotInnen – eigentlich gerne mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs, allerdings zeigt sich auch bei ihm der Druck beim Arbeiten, der durch diese Art des Beschäftigungsverhältnisses ausgeht, von Mal zu Mal wieder: „Ich fahre auch immer so schnell wie möglich – ob ich da dann manchmal gegen Einbahnen oder über rote Ampeln fahr, ist mir dann auch eher wurscht. Ich muss ja auch Geld verdienen.“ Dass er die Ambitionen seiner KollegInnen vom <em>Riders Collective</em>, einen Widerstand zu etablieren, begrüßt, ist für ihn selbstverständlich – auch wenn er selbst bald wohl nicht mehr als Fahrradbote für <em>Mjam</em> arbeiten wird. „Gegen diese Arbeitsbedingungen und Zustände muss sich organisiert werden, anders wird sich auch nichts ändern.“</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Effizienter Kapitalismus&#8220;? Von wegen! Warum die Zukunft dem Sozialismus gehört.</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2021/08/effizienter-kapitalismus-von-wegen-warum-die-zukunft-dem-sozialismus-gehoert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redakteur]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Aug 2021 12:37:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Die meisten Leute stimmen zu, wenn man sagt, der Kapitalismus sei brutal, würde für große Teile der Welt kein menschenwürdiges Leben bieten und Konzerne hervorbringen, die gewissenlos agieren. Aber dafür sei er doch sehr gut darin, Reichtum zu erzeugen. Oder?&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2021/08/effizienter-kapitalismus-von-wegen-warum-die-zukunft-dem-sozialismus-gehoert/">Weiterlesen<span> &#8222;Effizienter Kapitalismus&#8220;? Von wegen! Warum die Zukunft dem Sozialismus gehört.</span></a>]]></description>
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<p>Die meisten Leute stimmen zu, wenn man sagt, der Kapitalismus sei brutal, würde für große Teile der Welt kein menschenwürdiges Leben bieten und Konzerne hervorbringen, die gewissenlos agieren. Aber dafür sei er doch sehr gut darin, Reichtum zu erzeugen. Oder? Auf jeden Fall müsse er doch effizienter sein als eine sozialistische Wirtschaft?<br>Bevor wir auf diese Fragen eingehen, betrachten wir nochmal vereinfachte Definitionen von Sozialismus und Kapitalismus:<br>Der grundsätzliche ökonomische Unterschied zwischen Sozialismus und Kapitalismus ist der, dass sich im Sozialismus die Produktionsmittel (Fabriken, Maschinen, Rohstoffe, etc.) nicht mehr in der Hand einzelner Personen befinden, sondern die Gesellschaft gemeinsam darüber diskutiert und entscheidet, was produziert wird. (Anmerkung: Das bedeutet natürlich nicht, dass jeder Kugelschreiber bis ins kleinste Detail von der gesamten Gesellschaft geplant wird. Über die großen Fragen wird aber – anders als im heutigen Kapitalismus – demokratisch entschieden.)<br>Man kann und soll nicht leugnen, dass die kapitalistische Produktionsweise der Menschheit einen rasanten technologischen Aufschwung beschert hat. Verglichen mit der feudalistischen Produktionsweise war sie lange Zeit überaus fortschrittlich.<br>Doch mittlerweile hat sie selbst einige Probleme hervorgebracht, die sie ausgesprochen ineffizient machen. Unternehmen sind gezwungen (sofern sie nicht untergehen wollen) immer mehr Profit zu erwirtschaften. Wer über einen längeren Zeitraum nicht so profitabel agiert wie seine Konkurrenz, wird früher oder später untergehen.<br>Diese Notwendigkeit ist Ursache zahlreicher Probleme. Beispielhaft werden hier nur ein paar aufgeführt:<br>Geplante Obsoleszenz: &#x2699;&#xfe0f;<br>Um genügend Produkte verkaufen zu können, müssen die bereits verkauften Produkte nach einer gewissen Zeit kaputt gehen. Diese wird über Marktforschung errechnent, um dafür zu sorgen, dass die Kunden die Lebensdauer dennoch noch als angemessen einschätzen. Theoretisch wäre jedoch bei Konsumgütern eine weitaus längere Lebensdauer möglich.<br>Werbung: &#x1f48e;<br>Um genügend Produkte verkaufen zu können, müssen wahlweise gänzlich künstliche Bedürfnisse geschaffen werden oder bei bestehenden Bedürfnissen dem eigene Produkt ein Vorteil verschafft werden. Bei Konsumgütern betragen Werbekosten oft bereits 20% des Umsatzes.<br>Patente: &#x1f4cb;<br>Technologie muss vor der Konkurrenz zurückgehalten werden. Dadurch wird viel Forschung mehrfach durchgeführt und oft auch die beste Technologie nicht angewendet, da ein Patent darauf existiert. Eine gemeinsame Forschung wäre weitaus effizienter.<br>Technologie in Schwellenländern: &#x1f4a1;<br>Sehr große Teile der Welt arbeiten mit einer extrem veralteten Technologie. Es wäre langfristig viel effizienter, diese Regionen mit der neuesten Technologie auszustatten und zu industrialisieren. Im Kapitalismus wird dies jedoch durch Neokolonialismus erschwert bzw verunmöglicht.<br>Finanzwesen: &#x1f4b8;<br>Tätigkeiten wie Finanzspekulation, Steuerberatung, etc. erfüllen lediglich im Kapitalismus einen Zweck. Sie erschaffen jedoch keine realen Werte und sind somit im Grunde unnötige, da unproduktive Arbeit.<br>All diese Probleme wären in einer sozialistischen Gesellschaft völlig undenkbar. Produkte können so lange halten wie möglich, überbordende Werbung braucht es in seiner heutigen Form nicht und Technologie kann frei geteilt werden. Mit den dadurch freigewordenen Ressourcen könnten Projekte umgesetzt werden, von der die Menschheit heute noch nicht mal zu träumen wagt. Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit (je nach Willen der Bevölkerung), die Arbeitszeit zu reduzieren. Höchste Zeit also, die Menschheit selbst über ihr Leben bestimmen zu lassen! Der Jugend die Zukunft – die Zukunft dem Sozialismus! &#x1f6a9;</p>
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		<title>Kabul fällt &#8211; die Folgen des Imperialismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redakteur]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Aug 2021 19:40:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Taliban stehen vor Kabul &#8211; das sind die Folgen von 20 Jahren Imperialismus!Innerhalb kürzester Zeit konnten die radikal-islamischen Taliban Afghanistan erobern. Mittlerweile kontrollieren sie alle großen Städte des Landes und stehen vor ihrem großen Ziel &#8211; Kabul.Dort verschanzt sich&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2021/08/kabul-faellt-die-folgen-des-imperialismus/">Weiterlesen<span> Kabul fällt &#8211; die Folgen des Imperialismus</span></a>]]></description>
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<p>Die Taliban stehen vor Kabul &#8211; das sind die Folgen von 20 Jahren Imperialismus!<br>Innerhalb kürzester Zeit konnten die radikal-islamischen Taliban Afghanistan erobern. Mittlerweile kontrollieren sie alle großen Städte des Landes und stehen vor ihrem großen Ziel &#8211; Kabul.<br>Dort verschanzt sich die korrupte Elite des Landes. Eine elitäre Bande, die von den USA eingesetzt wurden und außer sich selbst zu bereichern wenig erreicht haben. Das Ignorieren der Interessen von den arbeitenden AfghanInnen rächt sich nun. Wenige haben Lust ihr Leben für den Erhalt der westlichen Marionettenregierung zu opfern. Die Besatzung hat den AfghanInnen eines gezeigt: Sie haben die Wahl zwischen Pest und Cholera.<br>20 Jahre lang haben die USA und ihre Verbündeten in der NATO das Land besetzt. Nun stehen sie vor einem Trümmerhaufen. 400.000 Menschen sind auf der Flucht &#8211; ein großer Teil davon Kinder. Die Grenzen in die Nachbarländer sind größtenteils dicht und Botschaften stellen keine Visa mehr aus. Sie sind den Taliban ausgeliefert. Währenddessen versuchen die USA verzweifelt das Botschaftspersonal aus dem Land zu retten. Die afghanische Bevölkerung wird ihrem Schicksal überlassen.<br>An Erbärmlichkeit kann das wohl nur noch die österreichische Regierung überbieten. Während selbst die dänische RassistInnen-Regierung einen zeitweisen Abschiebestopp verhängt hat, sieht die ÖVP kein Problem darin Menschen in den Tod zu schicken. Dass die Grünen dieses Vorgehen nicht unterbinden, zeigt mal wieder die unfassbare Rückratlosigkeit dieser Partei.<br>Wir müssen uns entschlossen gegen diese ekelhafte Regierung stellen! Wir werden nicht akzeptieren, dass Menschen in den Tod geschickt werden. Dieses rassistische Spiel mit Menschenleben muss endgültig ein Ende haben!</p>
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		<title>CO2 Ausstoß der Reichen</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2021/08/co2-ausstoss-der-reichen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redakteur]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Aug 2021 19:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Laut Oxfam verursacht das reichste 1% der Weltbevölkerung mehr als doppelt so viel CO2-Ausstoß wie die unteren 50%. &#x1f4c8;Die neuesten Erkenntnissen von KlimaexpertInnen besagen, das die 1.5° Erwärmung nun doch nicht wie zuvor vermutet 2040 erreicht werden sondern bereits 2030.&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2021/08/co2-ausstoss-der-reichen/">Weiterlesen<span> CO2 Ausstoß der Reichen</span></a>]]></description>
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<p>Laut Oxfam verursacht das reichste 1% der Weltbevölkerung mehr als doppelt so viel CO2-Ausstoß wie die unteren 50%. &#x1f4c8;<br>Die neuesten Erkenntnissen von KlimaexpertInnen besagen, das die 1.5° Erwärmung nun doch nicht wie zuvor vermutet 2040 erreicht werden sondern bereits 2030. Das ist nicht schwer zu glauben: Überschwemmungen, katastrophale Waldbrände und extremes Wetter, das alles sind Folgen des Klimawandels.<br>Jahrelang wurde uns erzählt, dass die Zerstörung unseres Planeten von unseren Gewohnheiten und Verhaltensweisen abhängt. Doch damit verschweigt man die wahren Schuldigen. Es sind die Gstopften. Und wir müssen beginnen sie endlich klar zu benennen&#x203c;&#xfe0f;<br>Radfahren und Bio-Müsli wird diese Krise nicht aufhalten können. Wer die Zerstörung des Planeten tatsächlich aufhalten will, muss zwangsläufig diesem Ausbeutersystem den Kampf ansagen!<br>Schreib uns eine PN &#x1f4ec; und werde auch DU aktiv gegen diesen Wahnsinn &#8211; denn ohne dich sind wir zu wenig.</p>
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		<title>76 Jahre Atombome auf Hiroshima</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2021/08/76-jahre-atombome-auf-hiroshima/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redakteur]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Aug 2021 19:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute vor 76 Jahren ging eine US-amerikanische Atombombe auf das japanische Hiroshima nieder. 100.000 ZivilistInnen wurden buchstäblich pulverisiert. Bis heute weigern sich die Herrschenden und ihre Handlanger, die Atombombenabwürfe der USA auf Hiroshima und Nagasaki als das zu bezeichnen, was&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2021/08/76-jahre-atombome-auf-hiroshima/">Weiterlesen<span> 76 Jahre Atombome auf Hiroshima</span></a>]]></description>
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<p>Heute vor 76 Jahren ging eine US-amerikanische Atombombe auf das japanische Hiroshima nieder. 100.000 ZivilistInnen wurden buchstäblich pulverisiert. Bis heute weigern sich die Herrschenden und ihre Handlanger, die Atombombenabwürfe der USA auf Hiroshima und Nagasaki als das zu bezeichnen, was sie waren: ein grausames Verbrechen gegen die Menschlichkeit.<br>Es gab keinen militärischen Grund, gegen ein Land, das de facto schon besiegt war, Atomwaffen einzusetzen und so hunderttausende Menschen zu vernichten. Diesem barbarischen Manöver der USA lagen rein machtpolitische Überlegungen zugrunde: Sie wollten der Welt ihre Stärke als neue Weltmacht zeigen und verhindern, dass Japan zuerst vor der Sowjetunion kapituliert, wie dies bereits bei Nazi-Deutschland geschehen war. Weiters trachtete die herrschende Klasse in den USA nach der Öffnung ostasiatischer Märkte für das amerikanische Kapital.<br>Für den US-Imperialismus Gründe genug, hunderttausende Menschenleben auszulöschen. Bis heute sind die USA das einzige Land, das jemals Atomwaffen in einem Konflikt eingesetzt hat. Vergessen wir nicht den Schrecken des Imperialismus – bekämpfen wir ihn mit ganzer Kraft</p>
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		<title>Arbeitslosigkeit wirklich entgegenwirken!</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2021/07/arbeitslosigkeit-wirklich-entgegenwirken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redakteur]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jul 2021 19:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Fast jede Partei behauptet von sich, Arbeitslosigkeit senken zu wollen und können. In der Praxis wirkt es jedoch, als hätten sie keinen wirklichen Einfluss darauf. Um diese Frage beantworten zu können, muss zunächst darauf eingegangen werden, was die Gründe für&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2021/07/arbeitslosigkeit-wirklich-entgegenwirken/">Weiterlesen<span> Arbeitslosigkeit wirklich entgegenwirken!</span></a>]]></description>
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<p>Fast jede Partei behauptet von sich, Arbeitslosigkeit senken zu wollen und können. In der Praxis wirkt es jedoch, als hätten sie keinen wirklichen Einfluss darauf. Um diese Frage beantworten zu können, muss zunächst darauf eingegangen werden, was die Gründe für Arbeitslosigkeit im Kapitalismus sind.<br>Geht man von einem gewissen Beschäftigungsgrad aus, gibt es immer 2 Tendenzen, die diesen erhöhen oder verringern können. Erhöht wird die Anzahl der Beschäftigten in Zeiten der Konjunktur, wo sich das Kapital boomende Märkte und somit hohe Rendite erwartet. Hier benötigt es Arbeitskraft, um das Kapital seinen Zweck erfüllen zu lassen: nämlich mittels Zuführung von Arbeit Mehrwert zu erzeugen. Die entgegengesetzte Tendenz besteht deshalb, weil das Kapital immer bemüht ist, die Produktionskosten zu senken. Das funktioniert indem händische Arbeit durch Maschinen ersetzt wird (deren Erzeugung insgesamt weniger Arbeitsaufwand beinhaltet, als sie ersetzen).<br>Also könnte mit boomenden Märkten die Arbeitslosigkeit im Kapitalismus besiegt werden?<br>Nein. Erstens verläuft kapitalistisches Wachstum immer in Konjunkturzyklen (Ständig boomende Märkte sind also nicht möglich) und zweitens würde das ganze kapitalistische Modell bei keiner Arbeitslosigkeit nicht mehr funktionieren. Der Grund dafür ist, dass in diesem Fall die Arbeitenden ein extremes Druckmittel gegenüber ihren Chefs hätten. Das Kapital wäre auf sie angewiesen, egal welche Forderungen sie stellten. Hier würde jedoch das Prinzip des Kapitalismus adabsurdum geführt, da Arbeitende theoretisch so viel Lohn verlangen könnten, dass das Kapital nicht mehr seinen Zweck (sich zu vermehren) erfüllen kann. Letzter Fall ist natürlich nur ein Gedankenexperiment und im Kapitalismus nicht möglich.<br>Man sieht also: Arbeitslosigkeit ist im Kapitalismus unvermeidbar. Wenn von bürgerlichen Parteien also davon gesprochen wird, die Arbeitslosigkeit drastisch zu senken, heißt das entweder, dass sie Arbeitslose zwingen wollen, auch die schlechtes bezahltesten Jobs anzunehmen oder sich selbst nicht dessen bewusst sind, dass sie keine wirkliche Kontrolle über den Beschäftigungsgrad im Sozialismus haben.<br>Doch wie würde man diese Problematik im Sozialismus lösen?<br>Die Antwort darauf ist extrem einfach und lässt erahnen, welche ungeahnten Chancen in einem sozialistischen Gesellschaftssystem stecken würden: man würde einfach die benötigte Arbeit auf alle arbeitsfähigen Menschen aufteilen. Solche Dinge sind aber eben nur dann möglich, wenn man dazu in der Lage ist, als Gesellschaft zu entscheiden, was produziert werden soll gemeinschaftlich über die Mittel dieser Produktion verfügt!<br>Was können wir im Kapitalismus gegen Arbeitslosigkeit tun?<br>Wir haben gesehen, dass Arbeitslosigkeit im Kapitalismus immer vorhanden sein wird. Deshalb kann es nicht unsere Aufgabe sein, sie im Kapitalismus abschaffen zu wollen. Wir müssen stattdessen begreifen, dass Arbeitslosigkeit nicht darauf zurückzuführen ist, dass Leute nicht arbeiten wollen würden oder faul seien. Arbeitslosigkeit ist im Kapitalismus unumgänglich und es muss gewährleistet sein, dass man ohne Lohnarbeit ein menschenwürdiges Leben führen kann!<br>Man kann außerdem der Tendenz des Arbeitsplatzschwundes entgegenwirken, indem die Arbeitszeit verkürzt wird.<br>Wir fordern daher:<br>&#x1f6a9;Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich!<br>&#x1f6a9; Kampf um höhere Löhne!<br>&#x1f6a9; Solidarität mit Arbeitslosen!</p>
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		<title>Bei häuslicher Gewalt ist die Polizei keine Hilfe</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2021/07/bei-haeuslicher-gewalt-ist-die-polizei-keine-hilfe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redakteur]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jul 2021 19:47:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Als eine Wienerin die Polizei rief, um durch die Polizei vor ihrem aggressiven Mann geschützt zu werden, wurde sie mit 200 Euro abgestraft und von den Polizisten verhöhnt. Überraschen tut das KritikerInnen der Polizei zwar nicht, der Fall zeigt aber&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2021/07/bei-haeuslicher-gewalt-ist-die-polizei-keine-hilfe/">Weiterlesen<span> Bei häuslicher Gewalt ist die Polizei keine Hilfe</span></a>]]></description>
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<p>Als eine Wienerin die Polizei rief, um durch die Polizei vor ihrem aggressiven Mann geschützt zu werden, wurde sie mit 200 Euro abgestraft und von den Polizisten verhöhnt. Überraschen tut das KritikerInnen der Polizei zwar nicht, der Fall zeigt aber allemal, wie wenig wir uns auf den „Freund und Helfer“ verlassen können.<br>Frauenministerin Raab, die ÖVP, die Grünen – sie alle gewährleisten so eine Exekutive der Inkompetenz sowie Gefährdung, und leisten im Bereich Aufklärungsarbeit nur einen Bruchteil dessen was nötig wäre. Bis auf 3,2 Mrd. Euro sollen die jährlichen Ausgaben für die Polizei bis 2023 ansteigen. Von Sensibilisierungsprogrammen, Gewaltschutzcoaching, und spezieller psychologischer Begleitung in der Ausbildung ist aber nirgends die Rede, die enorm hohe Zahl der Femizide bereits heuer und im letzten Jahr, lassen Nehammer, Raab und Kurz offenbar unbeeindruckt.<br>Wir erwarten uns aber gar nicht erst, dass ein derart repressiver Polizeiapparat, der AktivistInnen auf Demos fast überfährt, faschistische Demonstrationen schützt, und Flüchtlinge misshandelt, ausgerechnet beim Thema häuslicher Gewalt eine andere Kurve einschlägt. Es liegt nicht im Interesse des bürgerlichen Staats, für die Sicherheit der Menschen im Land, geschweige denn für das Wohlergehen gefährdeter Frauen zu sorgen, seine Zwangsapparate wie die Polizei schützen vor allem Anderen das Eigentum.<br>Es braucht solidarische und nachbarschaftliche Strukturen in Zeiten der sexistischen Gewalt und der patriarchalen Morde! Dort wo Staat und Polizei versagen oder aktiv wegschauen, braucht es die Solidarität der Gemeinschaft, der Werktätigen. Gegen häusliche Gewalt, polizeiliche Schikane und Ignoranz!</p>
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		<title>Regierung erhöht Druck auf Arbeitslose</title>
		<link>https://kommunistischejugend.at/2021/07/regierung-erhoeht-druck-auf-arbeitslose/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redakteur]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jul 2021 19:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Für die Leitenden in der Gastronomie bleibt es weiterhin unerklärlich, warum Menschen nicht für wenig Lohn einen der stressigsten Jobs mit furchtbaren Arbeitszeiten ausführen wollen. Alle Jahre wieder beklagt man sich, man würde einfach keine Arbeitenden für die ausgeschriebenen Stellen&#8230; <a class="continue" href="https://kommunistischejugend.at/2021/07/regierung-erhoeht-druck-auf-arbeitslose/">Weiterlesen<span> Regierung erhöht Druck auf Arbeitslose</span></a>]]></description>
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<p>Für die Leitenden in der Gastronomie bleibt es weiterhin unerklärlich, warum Menschen nicht für wenig Lohn einen der stressigsten Jobs mit furchtbaren Arbeitszeiten ausführen wollen. Alle Jahre wieder beklagt man sich, man würde einfach keine Arbeitenden für die ausgeschriebenen Stellen finden. Nun gäbe es zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit wäre es, die Löhne zu erhöhen. Diese ist jedoch für Kapitalisten relativ selten erstes Mittel der Wahl und so kommt Möglichkeit 2 ins Spiel.<br>Arbeitslose aus allen Branchen sollen zur Arbeit in der Gastronomie gedrängt werden.<br>Diese Anweisung erging vom Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) an das AMS. Möglich ist das, weil nach dreimonatiger Arbeitslosigkeit der Berufsschutz fällt und man ab dann in alle möglichen Brachen vermittelt werden kann. Wird dann eine zumutbare Arbeitsstelle abgelehnt, wird der Bezug von AMS Geldern für 6 Wochen (im Wiederholungsfall 8 Wochen) eingestellt. Diese Bestimmung ist nicht neu, soll jedoch ab sofort mit voller Härte durchgesetzt werden.<br>Nun ist es wichtig, dass wir uns davon nicht spalten lassen. Die ökonomische Lage von Arbeitenden ist streng mit derer arbeitsloser Menschen verbunden. Hartz IV in Deutschland hat gezeigt, wie mit der Drangsalierung der Arbeitslosen das Erstarken eines Niedriglohnsektors einhergeht und somit auch die Anzahl der Menschen, die von ihrer Lohnarbeit nicht mehr leben können.<br>Herr Kurz und seine ÖVP können noch so oft behaupten, sie würden die ganze Bevölkerung vertreten. Wahrer wird es dadurch aber nicht. Es ist klar zu erkennen, auf welcher Seite sie stehen. Nämlich ausschließlich auf Seiten des Kapitals.<br>Arbeitslosigkeit bekämpfen, nicht Arbeitslose! &#x1f6a9;</p>
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